Mit 84 Luftreinigungsgeräten hat die Stadt Forchheim alle Klassen in den städtischen Schulen versorgt, auch Reuth und Kersbach. Damit ging die Stadt nach eigenen Angaben mit 260 000 Euro in Vorleistung, um für die Schulkinder das Infektionsrisiko im Unterricht zu senken. Die Anzahl bemisst sich dabei nicht auf die Klassenräume, sondern die Anzahl der Klassen.

Oberbürgermeister Uwe Kirschstein ( SPD ) appelliert an die Staatsregierung: "Wir, die Stadtverwaltung und der gesamte Stadtrat, möchten, dass Kinder und Eltern die Perspektive bekommen, zeitnah in die Schule zurückkehren zu können. Die Schule ist als Lern- und Lehrort extrem wichtig. Wir wünschen uns von der Staatsregierung, dass unsere Schulen , die nun gut ausgestattet sind, zeitnah wenigstens in den Wechselunterricht - idealerweise in den Präsenzunterricht - zurückkehren dürfen."

Die Grundschuldirektorin Heike Wentzel bedankte sich stellvertretend für die Forchheimer Schulfamilie für das Engagement und betont: "Wir sind alle froh, dass wir die Geräte nun hier haben. Wir müssen auch an die Kinderseelen denken."

Die für die Schulen angeschafften mobilen Raumluftfilteranlagen dienen zur Reinigung und erfüllen die Vorgaben, die für eine Reduzierung der Infektionsgefahr empfohlen wurden. Es kommen Hepa-14-Filter zum Einsatz, die die Virenlast effektiv reduzieren sollen. Die Geräte sind für einen sechsfachen Luftwechsel je Stunde in Räumen bis zu 80 Quadratmetern ausgelegt.

Ein größeres Gerät ist außerdem für die Mensa der Adalbert-Stifter-Schule vorgesehen. Die Luftfilterleistung ist stufenlos und automatisch je nach CO2 -Konzentration regelbar. In Abhängigkeit zu der Aerosolbelastung sei damit ein leiser Dauerbetrieb möglich. Durch eine integrierte Thermotechnologie in dem Gerät werde der Hepa-Filter, in dem potenziell sich Viren im Laufe des Betriebs ansammeln, aufgeheizt und dadurch die Viren in dem Filter inaktiviert. Die Raumluftreinigungsgeräte wurden größer dimensioniert, als es anhand der Herstellerangaben für die vorhandenen Klassenräume erforderlich wäre. Es können deswegen in den Klassenräumen der Forchheimer Schulen die Geräte mit einem reduzierten Volumenstrom betrieben werden, womit diese gemäß den Empfehlungen des Bundesumweltministeriums hinreichend leise sind.

Zusätzlich befinden sich in den Räumen CO2 -Ampeln (133 Stück). Es wurde von der Stadtverwaltung ein Modell mit einer großen LED-Anzeige ausgewählt, die wie bei einer Verkehrsampel in den Farben Grün, Gelb und Rot leuchtet und auf diese Weise die Schwellwerte der CO2 -Konzentration im Klassenzimmer optisch gut signalisiert. So können Lehrer und Schüler einfach erkennen, wann der Raum über die Fenster belüftet werden muss. red