Im Markt Wiesenttal als Flächengemeinde mit über 20 Ortsteilen existieren sieben Feuerwehren . Das schlägt sich in der Zahl der benötigten Piepser/Pager nieder. - und auch in der Gemeindekasse.

Da schon 30 analoge Geräte vorhanden sind, erhält Wiesenttal bei der Beschaffung der digitalen auch für 30 Geräte die 80-prozentige Förderung. Für jeden weiteren Pager müssen bei der Sammelbestellung 600 Euro aufgewendet werden. Trotzdem entschied sich der Marktgemeinderat , 81 Piepser fest zu bestellen und auf weitere 27 zu optieren. "Das ist eine Stange Geld, aber gut investiert", begründete Hans Heißenstein (WU) das einstimmige Ratsvotum.

Der Kreisbrandmeister

Kreisbrandmeister Roland Brütting ordnete die Umstellung auf digitale Technik auch beim stillen Alarm als Schlusspunkt der Digitalisierung im Feuerwehrwesen ein. Die Nutzung des Digitalfunks, so habe sich gezeigt, sei eine andere Riege. Sowohl sei diese Technik - wie sie auch die Polizei nutzt - abhörsicher, zum anderen funktioniere sie auch in topographisch schwierigen Lagen wie in Birkenreuth, wo Handys nur zum Teil Netz haben.

Durch die große Bestellung kann Wiesental alle Atemschutzträger und je eine Einsatzgruppe pro Ortswehr mit den digitalen Funkempfängern ausrüsten. Das hilft, die Tagesalarmsicherheit zu verbessern. "Wir sind auf jeden angewiesen, den wir irgendwie erreichen können", sagte Brütting.

Per Pager erreicht der Alarm auch zum Beispiel denjenigen, "der gerade in Ebermannstadt einkauft und in sechs Minuten da sein kann", wie den Landwirt auf dem Acker , der die Sirene nicht mehr hören kann. Brütting will noch einen Schritt weitergehen und aus den leicht erreichbaren Wehrleuten eine zentrale Gruppe mit gemeinsamen Übungen formen.