Das Bamberger Landkreisbier „36 Kreisla“ gewinnt die „Goldene BierIdee“ – das haben jetzt der Bayerische Brauerbund und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband bekanntgegeben. Die Auszeichnung würdigt Personen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Präsentation bayerischer Bierspezialitäten verdient gemacht haben.

Der Landkreis Bamberg ist von einer über die Jahrhunderte gewachsenen Bierkultur geprägt, die sich in der höchsten Privatbrauereidichte weltweit widerspiegelt. Noch heute existieren rund 65 Brauereien im Landkreis, meist familiengeführt, handwerklich geprägt und vielfältig im Angebot ihrer Biersorten . Um diese weltweit einmalige Vielfalt zu erhalten und zu stärken, hatte der Bamberger Landrat Johann Kalb 2014 die Idee, ein eigenes Landkreisbier zu entwickeln. „Unseren Landkreis zeichnet eine außergewöhnliche Vielfalt der Biere aus“, so Kalb. Dieses Alleinstellungsmerkmal müsse erhalten werden. Das schließe jedoch keineswegs aus, dass Brauereien zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen.

Heimische Brauer können sich beim Landkreis Bamberg für das Landkreisbier „bewerben“ und gemeinsam ein traditionelles, regionaltypisches Bier entwickeln. Dieses Bier wird dann zum traditionellen Brauersilvester am 30. September angezapft. Das Bier ist nur bei den beteiligten Brauereien für Endkunden erhältlich. So wird gewährleistet, dass mit dem „36 Kreisla“ nur einmal im Jahr ein besonderes Bier mit kleinen Chargen auf dem Markt kommt, um keine Konkurrenz zu den etablierten Biersorten der Brauer zu sein. Seit 2015 wurden bereits sieben verschiedene Biertypen von regionalen Brauern entwickelt:

• 2015: Das erste „36 Kreisla“ war ein traditionelles Märzenbier, eingebraut von den Brauereien Kundmüller in Weiher, Grasser in Huppendorf und Drei Kronen in Scheßlitz.

• 2016 folgte der „Jubelbock“, der von den Brauereien Sauer in Roßdorf am Forst, Binkert in Breitengüßbach und der Braumanufaktur Hertl in Thüngfeld eingebraut wurde.

• Im Herbst 2016 folgte dann ein Klassiker: Das „Fränkisch Hell“ wurde von den Brauereien Kraus (Hirschaid), Hartmann (Würgau), Knoblach (Schammelsdorf) und Griess (Geisfeld) eingebraut.

• Im Herbst 2017 haben die drei Brauereien Wagner aus Kemmern, Merkendorf und Oberhaid gemeinsam ein Vollbier gebraut, das in der Herstellung einzigartig ist. Mit dem Wasser aus der Quelle „Peter und Paul“ aus Kemmern, der Gerste aus Oberhaid und dem Hopfen aus Kemmern enthält es ausschließlich regionale Produkte als Zutaten.

• 2018 gab es einen Klassiker: Ein hefetrübes Kellerbier war ein Gemeinschaftssud der Brauereien Aichinger (Heiligenstadt), Hübner (Steinfeld) und Ott (Oberleinleiter).

• 2019 brauten die Brauereien Modschiedler und St.-Georgen-Bräu aus Buttenheim anlässlich des 90. Jubiläums des Landkreises Bamberg ein „Festbier“.

• 2020 folgte ein „Lager-Gold“, gebraut vom Schwanenbräu aus Ebing, dem Freudenecker Fischerbräu, dem Sonnenbräu aus Mürsbach und der Brauerei Endres aus Höfen. red