Junge Union, Kommunalpolitik und jetzt Staatssekretär des Innenministeriums - Sandro Kirchner hat sich aus der Rhön nach München gearbeitet. Schenkt man seinen Weggefährten glauben, hängt das auch mit seinem Charakter zusammen.

Im Fokus stehen dabei Tugenden wie die Arbeitsweise und die Bodenständigkeit des Premichers. Steffen Hörtler, der Vorsitzende der Bad Kissinger CSU und stellvertretender Kreisvorsitzender der CSU, sagt: "Als Staatssekretär sitzt er am Kabinettstisch und gehört zu den handelnden Personen, ich bin mir sicher, dass er viele vernünftige Aspekte einbringen wird." Steffen Hörtler setzt dabei auf die Erfahrungen aus der Region: "Als Staatssekretär im Innenministerium ist er ja auch für die Sicherheit mitverantwortlich. Sandro Kirchner ist nicht abgehoben, er kennt die Polizei, die Feuerwehren - er weiß sehr genau, wie die Situation vor Ort ist. Das kann er alles mit einbringen." Der Chef vom Heiligenhof meint: "Das stärkt die Region und es gibt ein Rückstrahlen von München aus in unsere Region hinein."

Gemeinsame Geschichte

Sandro Kirchner und er hatten in ihrer gemeinsamen Vergangenheit "zahlreiche Berührungspunkte". Darunter auch die bayerisch-tschechischen Beziehungen. "Was ich gut finde, ist, dass er sich sehr für die Beziehungen über die Landesgrenzen hinweg interessiert." So begleitete er beispielsweise den Heiligenhof-Chef gemeinsam mit dem Kabinett nach Prag.

Die Berufung sei nicht nur eine Auszeichnung für den Premicher Politiker, sondern auch für die gesamte Region. "Aus der Zusammenarbeit mit ihm kann ich sagen - und davon bin ich überzeugt -, dass seine grundsolide und beharrliche politische Arbeit ihn dorthin gebracht hat, wo er ist."

Davon ist auch Landrat Thomas Bold (CSU) überzeugt, der dem Premicher Elektrotechnik-Ingenieur gratuliert. "Mit Sandro Kirchner besetzt ein profilierter, heimatverbundener und kompetenter Politiker aus dem Landkreis Bad Kissingen eine wichtige Position im bayerischen Kabinett. Er verfügt über eine vielfältige und langjährige Erfahrung. So eine Karriere kommt nicht von alleine, sie ist Zeichen eines unermüdlichen Engagements für das Land, den Landkreis und dessen Bürgerinnen und Bürger." Dorothee Bär, die den Wahlkreis in Berlin vertritt, sagt: "Wir arbeiten seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammen, ich schätze ihn fachlich und menschlich sehr." Kirchner sei ein verdienter Nachfolger für Gerhard Eck. Wie ihre Vorredner hält sie ihn für die Aufgabe bestmöglich geeignet. Sie selbst stand laut Medienberichten als Generalsekretärin zur Debatte. Den Posten übernimmt nun Stephan Mayer - eine Wahl, mit der Dorothee Bär gut leben kann. "Stephan Mayer ist eine sehr gute Wahl als Generalsekretär der CSU. Er vertritt klare Positionen und hat zuletzt als Staatssekretär im Bundesinnenministerium wichtige Regierungserfahrung in einem großen Haus gesammelt."

Hoffen auf die Landtagswahl

Sie meint, dass er in der Lage ist, den kommenden Landtagswahlkampf gut zu leiten und in Berlin eine starke Stimme der Opposition sein wird. "Die politischen Ebenen der CSU werden so bestmöglich verzahnt."