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Maßbach
Gemeinderat

Firma darf weiter Wasser aus Brunnen entnehmen

Nach längerer Diskussion genehmigt der Marktgemeinderat mit einer Gegenstimme einen Antrag der Firma Weipert-Bau, die Wasserentnahme aus einem firmeneigenen Brunnen um 20 Jahre zu verlängern. Die Firm...
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Nach längerer Diskussion genehmigt der Marktgemeinderat mit einer Gegenstimme einen Antrag der Firma Weipert-Bau, die Wasserentnahme aus einem firmeneigenen Brunnen um 20 Jahre zu verlängern. Die Firma hatte 1998 die Genehmigung bekommen, 20 Jahre lang bis zu 3000 Kubikmeter Wasser pro Jahr für die Betonproduktion sowie die Reinigung der Anlage und der Mischfahrzeuge zu entnehmen. Für die Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang wurde damals eine Gebühr von 50 DM (25,56 Euro) pro Jahr festgelegt. Anfang 2020 hatte das Unternehmen beim Landratsamt den Antrag gestellt, die Wasserentnahme zu verlängern. Die Behörde gab grünes Licht, sofern der Markt Maßbach einer Ausnahme vom Anschluss- und Benutzungszwang zustimmt. Aus Sicht des Wasserwartes bestehen keine Bedenken gegen eine Befreiung, teilte Bürgermeister Matthias Klement (CSU) mit. "Wer überprüft die Menge des entnommenen Wassers?", wollte Diethard Dittmar (SPD) wissen. "Erst klären, wie gemessen wird", forderte Susanne Ziegler (Grüne/FBuU). Achim Bieber (BBP) meinte "ich kann mir nicht vorstellen, dass die Firma damit auskommt". Yvonne Hub (CSU) schlug schließlich vor, unter dem Vorbehalt zuzustimmen, dass eine Messung der entnommenen Wassermenge sichergestellt ist.

Bürgermeister Klement erinnerte daran, dass die Firma "ein guter Gewerbesteuerzahler vor Ort ist". Der Marktgemeinderat beschloss schließlich Zustimmung, sofern "auf irgendeine Art gemessen werden kann", wie viel Wasser die Firma entnimmt. Die Gebühr wurde auf 50 Euro pro Jahr festgelegt. Diethard Dittmar stimmte dagegen.

Neues Pfarramt geplant

Die evangelisch-lutherische Pfarrei Lauertal will ein neues Pfarramt im Jugendheim bauen. Die Kosten betragen 180 000 Euro. Der Marktgemeinderat genehmigte die für kirchliche Institutionen seit 1988 festgelegten 2,5 Prozent der Baukosten als freiwilligen Zuschuss. Maximal bekommt die Kirchengemeinde 4500 Euro, die im Gemeindehaushalt 2020 eingestellt werden.

Die Marktgemeinde kauft für die Mittelschule 22 Notebooks zum Gesamtpreis von 18 195 Euro. Sie sollen an Schülerinnen und Schüler ausgeliehen werden können, die daheim über keine geeigneten digitalen Endgeräte verfügen. "Der Verleih erfolgt bedarfsbezogen in Verantwortung der ... Schulen vor Ort mit dem Ziel, soziale Ungleichgewichte auszugleichen und die Erfüllung des Bildung-und Erziehungsauftrags zu sichern", heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Anschaffung belastet den Gemeindehaushalt nicht, da die Marktgemeinde im Rahmen des "DigitalPakt Schule" die Mittel aus der Staatskasse bekommt.

Aus dem "Digitalbudget für das digitale Klassenzimmer" sind aus dem letzten Jahr noch rund 6000 Euro übrig. Dafür bekommt die Mittelschule Maßbach einen Laptopwagen und die Grundschule Poppenlauer einige Tablets.

Der Marktgemeinderat erhöhte den freiwilligen Zuschuss für den Einbau einer Rasenbewässerungsanlage auf dem Schulsportplatz in Poppenlauer. Dem 1. FC Poppenlauer waren bereits knapp 15 000 Euro genehmigt worden. Da aber die Fläche etwas größer als geplant ist, steigen die Kosten um knapp 3000 Euro, die von der Marktgemeinde übernommen werden.

In der Sitzung wurde auch grünes Licht für eine Reihe von Bauvorhaben gegeben. In der Barthstraße in Poppenlauer soll ein Dachgeschoss ausgebaut werden. Ebenfalls in diesem Ortsteil sollen in der Hauptstraße schon lange leerstehende Gebäude abgebrochen und dafür ein modernes Wohnhaus errichtet werden. Ebenfalls in Poppenlauer sollen die Anfang des Jahres abgebrannte Scheune neu aufgebaut werden. In der Schlossgasse in Maßbach soll ein Wohnhaus saniert und umgestaltet werden. In der Märzgasse in Weichtungen ist der Ausbau eines Dachgeschosses geplant. Damit diese Bauvorhaben realisiert werden können, genehmigte der Marktgemeinderat eine Reihe von Abweichungen.