Laden...
Ahorn
Bürgerversammlung

Finzel: In Ahorn und den Ortsteilen geht es voran

Rund 30 Bürger waren am Freitagabend zur Bürgerversammlung ins Sportlerheim der Gemeinde gekommen. Bürgermeister Martin Finzel hielt Rückschau über die Entwicklung in der Gemeinde. Die Gemeinde Ahorn ...
Artikel drucken Artikel einbetten

Rund 30 Bürger waren am Freitagabend zur Bürgerversammlung ins Sportlerheim der Gemeinde gekommen. Bürgermeister Martin Finzel hielt Rückschau über die Entwicklung in der Gemeinde.

Die Gemeinde Ahorn ist stabil, nicht nur in der Einwohnerzahl, auch beim Haushalt, der in diesem Jahr immerhin bei stolzen knapp 13 Millionen Euro liegt. Dass es in Ahorn und in den Ortsteilen vorangeht, konnte Finzel anschaulich belegen: mit millionenschweren Investitionen in die Großprojekte Freizeitzentrum Witzmannsberg, Lehrschwimmbecken und Schusterbau sowie in die Generalsanierung der Grundschule.

Investitionen in die Bildung

Stabil seien auch die Einkommenssteueranteile in der Wohnortgemeinde und die Bilanz der Gemeindewerke. Das Rathaus rüstet sich Finzel zufolge digital für die Zukunft, bietet über einen Kommunenfunk Informationen an. Neben den baulichen Maßnahmen, so der Bürgermeister, werde in Bildung und Kultur investiert. Das Projekt Schulkindergarten soll im September 2020 an den Start gehen. Der Schusterbau soll Bildungscampus sein - mit Volkshochschule, Schulkindergarten, Lehrschwimmbecken, Vereinsräumen, Grundschule und Mittagsbetreuung. Und erst jüngst war in Witzmannsberg bei großer Bürgerpräsenz die Kulturhalle Freizeitzentrum eröffnet worden, eine, wie Finzel meint, politisch schwierige Entscheidung. Aber man wolle die Gemeinde insgesamt voranbringen und dabei alle Ortsteile einbeziehen.

Der Bürgermeister appellierte an die Bürger, die Gaststätte rege zu besuchen, weil Angebote vor Ort nur mit den Bürgern bestehen könnten. Auch ein Lebensmittelmarkt, so Finzel in diesem Zusammenhang, lebe nicht allein von dem Stück Butter, das man beim Einkauf in den großen Supermärkten vergessen habe. Schließlich hatten erforderliche Investitionen und im Gegensatz dazu ein zu geringer Umsatz zur Schließung des Nahkauf in Ahorn geführt.

Zur Zeit bietet die Gemeinde einmal wöchentlich Einkaufsfahrten für ältere und nicht mobile Bürger an. Die Einkaufsfahrten seien ein Teil des Anspruchs "soziale Gemeinde".

Einmal wöchentlich, jeweils am Montag von 10 bis 12 Uhr, bietet Silvia Finzel, die Beauftragte für Seniorenarbeit, Sprechzeiten im Bürgerhaus "Linde" an, für die Ahorner Alltagshelfer stellt die Gemeinde jährlich ein Budget von 3000 Euro zur Verfügung, die Förderung der Sportvereine war verdoppelt worden. Es gibt den Kinosommer, das Bauwagenprojekt, eine Kostenübernahme für den Nahverkehr bei Führerscheinabgabe.

Die nächsten Aufgaben

Für die kommunale Pflichtaufgabe der Feuerwehren fordert Finzel eine deutlich bessere finanzielle Unterstützung durch den Freistaat. Und nennt ein Beispiel: Für die neue Atemschutzausrüstung für rund 47 000 Euro habe das Land lediglich 2400 Euro beigesteuert.

Die nächsten Aufgaben indes stehen bereits an: Das Außengelände nebst Spielplatz an der Kulturhalle Witzmannsberg, der Radweg zwischen Schafhof und Wohlbach oder das Zentraldepot fürs Gerätemuseum. Letzteres, so Finzel, werde gut und großzügig gefördert. Von den 4,2 Millionen Baukosten haben Gemeinde und Förderverein demnach jeweils zur Hälfte 545 000 Euro selbst zu schultern.

Das alles, so der Bürgermeister, seien aber keine Selbstläufer. Fördermittel zu akquirieren, koste Zeit und viele Aktenordner mit Konzepten und Anträgen. Genau dafür sprach Ingmar Reisenhofer dem Bürgermeister und der Gemeindeverwaltung ein Dankeschön aus. Er lobte die neue Verbindung zur Alten Schäferei, will aber auch das Gelände am Oberen Teich bis hin zum Pfarrteich für Spaziergänger wieder zugänglich wissen. Das, meint Finzel, sei Privatgrund, worauf die Gemeinde keinen Einfluss habe.

In der Diskussion ging es um solch Themen wie das Grundstück Herchenhahn, um überlaufende Gullys, um einen Einkaufsmarkt, um Überregulierungen und natürlich auch um den Ausbau der B 4 in Weichengereuth und die Anbindung des Ahorner Bergs. Ob mit Ampel oder Kreisverkehr, meinte Finzel, es müsse eine Lösung her.