Mit dem aus Burghaslach stammenden Siegfried Finster übernimmt zum Jahresbeginn ein ausgemachter Experte für die Digitalisierung in den Gerichten die wichtige Position des Vizepräsidenten in dem für ganz Nordbayern zuständigen Finanzgericht. Staatsminister Albert Füracker stellt damit die Vorreiterstellung des Finanzgerichts Nürnberg im elektronischen Rechtsverkehr und der elektronischen Fallbearbeitung heraus. Das Finanzgericht ist die zentrale Rechtsschutzinstanz in Steuersachen und Kindergeld für die vier nordbayerischen Bezirke (Ober-, Mittel-, und Unterfranken sowie Oberpfalz).

Finster tritt die Nachfolge von Rita Rößler-Sauter an, die in den Ruhestand verabschiedet wird. Finster war seit 1991 als Sachgebietsleiter beim Finanzamt Bamberg tätig, bevor er 2001 als Richter an das Finanzgericht Nürnberg und in der Folgezeit auch als dessen IT-Leiter berufen wurde. Er ist seit 2014 Vorsitzender des 1. Senates, der im Wesentlichen für die Streitsachen der Körperschaften (GmbH, Aktiengesellschaften und Vereine) Nordbayerns zuständig ist.

Als Leiter der IT-Abteilung des Gerichts erkannte er frühzeitig die Potenziale einer vollelektronischen Arbeitsweise. Mit ihm gelang es, die Umstellung weitgehend kostenneutral zu stemmen, indem Spareffekte genutzt wurden. red