Auch die Abrechnung von Leistungen der Feuerwehr beschäftigte den Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Grund: Die alte Satzung von 1999 über den "Aufwendungs- und Kostenersatz für Einsätze und andere Leistungen gemeindlicher Feuerwehren" musste dringend angepasst und auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Katharina Nüßlein, Sachbearbeiterin für das Feuerwehrwesen in Strullendorf, betonte, dass Einsätze in dem für die Hilfeleistung notwendigen Umfang abgerechnet werden müssen. Einsätze und Tätigkeiten, die unmittelbar der Rettung oder Bergung von Menschen und Tieren dienen, sind demnach kostenfrei. Sie erläutere dem Gemeinderat die Herangehensweise bei der Ermittlung der jeweiligen Pauschalsätze. Eine entsprechende Übersicht über die kalkulierten Strecken- und Ausrückestundenkosten jedes Feuerwehrfahrzeugs wurde vorgestellt.

Stundensatz bei 28 Euro

Der Gemeinderat beschloss letztendlich, dass die Kosten nach dem gemeindlichen Durchschnitt abzurechnen sind. Für den Einsatz eines Feuerwehrdienstleistenden werden in Zukunft 28 Euro als Stundensatz abgerechnet. Für Sicherheitswachen fallen ab sofort 16,40 Euro je Feuerwehrdienstleistendem pro Stunde, zuzüglich einer weiteren Stunde für An- und Rückfahrt, an. Nun ist es auch möglich, den Feuerwehreinsatz bei Fehlalarmen durch private Brandmeldeanlagen mit einem festgesetzten Pauschalbetrag in Höhe von 400 Euro in Rechnung zu stellen.

Leistungen der Schlauchwerkstatt in Strullendorf können zukünftig auch Feuerwehren außerhalb des Gemeindegebiets in Anspruch nehmen. Dafür ist dann ein Kostenersatz von acht Euro für das Prüfen, Waschen und Trocknen eines Schlauches fällig und für Reparaturen und das Einbinden einer Kupplung je 15 Euro.

Bürgermeister Wolfgang Desel dankte Nüßlein für die aufwendige Berechnung. Man wolle "zeitgemäß abrechnen" und damit auch den Feuerwehrdienstleistenden zeigen, dass ihr Einsatz nicht "umsonst" war.