Mountainbiker, die querfeldein durch den Wald fahren, sind rund um Kulmbach ein Ärgernis. Um die Situation für die Natur, für Wanderer und auch für die Mountainbiker selbst sicherer und besser zu machen, sollen feste Trails eingerichtet werden. Das ist das Ergebnis eines Treffens verschiedener Akteure vor Ort.

Angestoßen hat die Ortsbegehung der heimische Landtagsabgeordnete Martin Schöffel (CSU), wie sein Büro mitteilt. Insbesondere im Kessel und auch am Rehberg gibt es immer wieder wilde Mountainbikestrecken durchs Unterholz. Das ist in mehrerer Hinsicht problematisch. Gerade an steileren Hängen graben sich die Reifen teils tief in den Boden. Während Starkregenereignissen wird der Boden dann schnell abgeschwemmt.

Großes Unfallrisiko

Außerdem bergen einige Strecken ein großes Unfallrisiko. Gefährlich ist es besonders dort, wo Brücken oder Rampen von den Mountainbikern in den Wald gebaut wurden. Der Eigentümer des Waldes kann leicht haftbar gemacht werden. Außerdem stören die Mountainbiker auf den wilden Strecken Tiere und Wanderer.

"Wir wollen, dass sich Mountainbiker und Wanderer bei uns wohl und willkommen fühlen. Das geht am besten, wenn wir feste Trails einrichten", betont Fritz Maier von den Bayerischen Staatsforsten.

Der begeisterte Mountainbiker Holger Bär und Alexander Höhn vom Alpenverein, Sektion Kulmbach, werden nun gemeinsam mit anderen Sportlern die beliebtesten Routen zusammentragen.

Auch die Forstwirte Carmen Hombach, die den kommunalen Wald betreut und Matthias Schulze, der für die Bayerischen Staatsforsten für den Bereich rund um den Kessel zuständig ist, werden konkrete Vorschläge machen und auch Bereiche festlegen, die unbedingt mountainbikefrei bleiben sollten.

Bürgermeister Frank Wilzok (CSU) wird das Thema für die Stadt voranbringen, und Max Neubert sorgt für Mitstreiter in der Jungen Union. Anfang nächsten Jahres soll ein neues Treffen mit konkreten Vorschlägen stattfinden. red