Arkadius Guzy

Die Live-Übertragung des Sonntagsgottesdienstes am 18. September im ZDF hat das Selbstbewusstsein der katholischen Pfarrgemeinde gestärkt. Die Beteiligten berichten von vielen positiven Reaktionen in den Tagen danach.
Der Pfarrgemeinde liegen mittlerweile auch einige statistische Zahlen vor. So haben nach Angaben von Pfarrer Thomas Eschenbacher rund 590 000 Zuschauer den Gottesdienst in der katholischen Stadtpfarrkirche an den Fernsehern verfolgt. Mehr als 300 Gespräche haben die Helfer während des Telefondienstes nach der Messe geführt. Wobei laut Eschenbacher die Zahl derjenigen, die die eingeblendete Nummer gewählt hatten, bei rund 6000 lag. Es kamen aber nicht alle durch. Die übergroße Mehrheit der Gesprächsteilnehmer war 65 und älter.
Eschenbacher nahm selbst einige der Anrufe entgegen. Die meisten wollten sich einfach nur bedanken und wollten wissen, wo Hammelburg liege, berichtet der Pfarrer von den positiven Gesprächen. Die Anrufer fragten auch nach dem Text der Predigt oder der Meditation.


Post und E-Mails erhalten

Der Pfarrer hat außerdem in den Tagen nach dem Fernsehgottesdienst, insbesondere in der ersten Woche, Post und E-Mails bekommen. Eschenbacher findet einen Brief bemerkenswert: So ist einem Zuschauer in der Begrüßungssequenz das Schild Oskar-Röll-Platz aufgefallen. Der in München lebende Zuschauer fühlte sich dadurch an seine Zeit in Mellrichstadt erinnert, wo Oskar Röll seine Kaplanszeit verbrachte. Da er diesen sehr schätzte, wollte der Münchner wissen, ob derselbe Geistliche gemeint ist - was der Fall ist, weshalb ihm Eschenbacher ein Buch über Röll zuschicken wird.
Eschenbacher erwähnt die vielen Beteiligten sowie die gute Stimmung und Begeisterung nach der gemeinsamen Erfahrung. Er spricht von Bewunderung seitens der Zuschauer. "Wir können stolz auf die Gemeinde sein." Ein positives Bild zeichnet auch Pfarrgemeinderatsvorsitzende Barbara Oschmann. Die Unterstützung und die Freundlichkeit der Fernsehleute bleiben ihr in Erinnerung.