Vor 60 Jahren war die Sankt-Barbara-Kapelle in Ebern geweiht worden. Aus Anlass dieses Jubiläums hatten die die Kapellenbaufreunde St. Barbara zu einer gemeinsamen Wallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Ebern-Jesserndorf-Unterpreppach zum "Eberner Käppelle" eingeladen.

Begleitet wurden die Wallfahrer von der Blaskapelle, die - wie so oft - auch den Gottesdienst auf "Eberns heiligem Berg" musikalisch begleitete.

Die kirchliche Feier zelebrierten Pater Rudolf Theiler und der frühere Bischof Friedhelm Hofmann. In seiner Predigt beleuchtete Hofmann kritisch die mehr und mehr um sich greifende Informationsflut.

"Gehirne überfordert"

Die Datenmengen seien kaum noch zu verarbeiten, die sogenannte "virtuell aufgetischte Wirklichkeit" werde immer undurchdringlicher und unüberschaubarer, "so dass unsere Gehirne oft mental und emotional überfordert sind".

Aber auch das Thema Nächstenliebe kam zur Sprache. "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar", zitierte Hofmann Antoine de Saint-Exupéry, der die Geschichte vom kleinen Prinzen verfasst hat.

"Ohne die vielen Helfer würde die Kapelle heute nicht so dastehen", betonte Michael Einwag von den Baufreunden und übergab das Barbara-Kreuz an verdiente Männer und Frauen.

Im Anschluss an den Gottesdienst konnte man sich vor dem Nachhauseweg mit selbst gebackenen Kuchen, Steaks und Bratwürsten stärken und der Musik des Blasorchesters lauschen.