Die FDP sei vor sechs Jahren angetreten, um Veränderungen in Thurnau herbeizuführen. Jetzt gehe es den Liberalen darum, den erfolgreich eingeschlagenen politischen Weg weiterzuführen. Das verdeutliche Veit Pöhlmann bei der Nominierungsversammlung in seiner Gaststätte in Limmersdorf. Dass er 2014 kein Bürgermeister geworden sei, "war aber kein Schaden", sagte der Spitzenkandidat.

Mit Teamgeist und Leidenschaft

Der amtierende CSU-Bürgermeister Martin Bernreuther habe Thurnau in eine erfolgreiche Zukunft geführt und bringe sich mit Teamgeist, außerordentlichem Engagement, Leidenschaft und Kreativität ein. "Wenn es nach uns geht, dann kann es so so weitergehen", sagte Pöhlmann.

Die Versammlung sprach sich einstimmig dafür aus, Bernreuther zu unterstützen.

Aktuell hat die FDP zwei Sitze im Gemeinderat. Die beiden Amtsinhaber Veit Pöhlmann und Jürgen Kraus führen die neue Liste an. Sie wurden wie die sieben weiteren Kandidaten einstimmig nominiert. Die beiden belegen jeweils drei Listenplätze.

"Wir sind stolz darauf, dass wir noch Arbeiter in unseren Reihen haben. Wir sind eine kleine, aber engagierte Mannschaft", kommentierte Pöhlmann die Liste. Sollte ein Kandidat ausfallen, werde die Liste wieder aufgefüllt, entschieden die FDP-Mitglieder.

Veit Pöhlmann verteilte vor allem Seitenhiebe gegen die SPD. So stamme der Vorschlag der Bürgermeisterkandidatin, in Thurnau eine Wohnungsbaugenossenschaft zu gründen, von ihm. Sogar in schriftlicher Form liege er vor. "Aber so ein Schritt bedarf viel Vorarbeit, deshalb wurde noch nicht abgestimmt", so Pöhlmann. Ein wichtiges Thema der Zukunft sei die Sanierung des Seidelsbergs in Thurnau. Außerdem stehe die Verwendung der Windradersatzleistungen an.

Unter der Ägide von Bürgermeister Martin Bernreuther sei es gelungen, das Schloss in die Liste der nationalen Denkmäler aufzunehmen.

Die Nominierungsversammlung wurde von FDP-Kreisvorsitzendem Michael Otte geleitet. Auch Kreistagskandidat Ulrich Gödde war zugegen und kündigte eine eigene Liste für Mainleus an.

Industriegebiet und Ortskern

Zugegen waren auch Bürgermeister Martin Bernreuther und der CSU-Ortsvorsitzende Jürgen Kieslich. Bernreuther kündigte an, das Industriegebiet abschließen und weiter daran arbeiten zu wollen, den Ortskern zu sanieren.

Als nächstes Ziel soll Thurnau in die Campus-Buslinie von Bayreuth über Kulmbach nach Kronach angebunden werden. "Ich hoffe, dass ich euch auch in Zukunft nicht enttäusche", blieb er bescheiden.