Der FC 1913 hat - sportlich wie finanziell - die "Hungerzeit" überstanden und richtet den Blick wieder nach vorn. In der Jahreshauptversammlung im Sportheim herrschte verhaltener Optimismus, den ein neuer Trainer, funktionelle und spieltechnische Umstellungen sowie die gut aufgestellte Jugendarbeit nährt.

Für das verflossene Jahr konnte der Vorsitzende für Öffentlichkeitsarbeit Christian Ohmert nur wenig melden. Das soll heuer mit den Jugend- (2. Juli) und der Aktiven-Stadtmeisterschaften (9. Juli), den Hallenturnieren und vor allem mit dem arg vermissten Weinfest vom 16.bis 18. Juli nachgeholt werden. Hinzu kommt die Fußballschule und die Weihnachtsfeier.

Fußball-Vorsitzender Dimitri Jampolski präsentierte die Abteilungsleiter für die kommende Saison. Dies sind Michael Drilling, Christopher Kraus und Birgit Schaupp (Jugendfußball). Als Betreuer stehen Stephan Kunz, Lui Taramino und Julius Emmert zur Verfügung. Der Kader steht mit 19 Spielern fest, davon sind sieben Spieler aus Hammelburg und zwölf aus Fuchsstadt. Mit Udo Fraunhofer kommt auch ein neuer Trainer, der sich persönlich vorstellte und bereits Erfahrung bei mehreren Vereinen sammelte. Er will das Vertrauen der Aktiven und eine gute Platzierung erreichen.

Jampolski beabsichtigt keine 2. Mannschaft in der kommenden Saison zu melden. "Wir mussten schon in der letzten Saison zahlreiche, ältere Spieler einsetzen und in der Rückrunde mit U19-Spielern antreten", argumentierte er und fügte hinzu: "Die Spielergemeinschaft mit Fuchsstadt hält uns am leben".

Jugendleiterin Birgit Schaupp wartete mit erfreulichen Ergebnissen in der vergangenen Runde auf. Insgesamt elf Jungkicker-Teams sind im Spielbetrieb, die mit guten, teils sehr guten Leistungen glänzten. So erreichte die U17 in Spielergemeinschaft den 2. Tabellenplatz in der Kreisliga Schweinfurt und die U19 schloss unter Federführung von FC Fuchsstadt mit einem 3. Platz in der Bezirksoberliga ab. Drei Teams der U11 unter Führung des FC Hammelburg gelangen sehr gute Resultate. Schaupp ging auf die Michael-Rummenigge-Fußballspiele ein, an der 41 junge Kicker teilnahmen. Dieses Event ist erneut vom 2. bis 4. September geplant.

Finanziell gut über Wasser gehalten

Den Bericht für die Alten Herren stattete Martin Stapper ab, der in dieser Abteilung immer noch 25 Aktive zählt, die sich jede Woche auf dem Spielfeld tummeln. Der Grund: "Wir haben noch mehrere Spiele, die wir gewinnen wollen".

Der Bericht von Finanzvorstand Alexander Köhler wies aus, dass sich der FC trotz schmaler Eingänge recht gut über Wasser gehalten hat. Natürlich fehlten die Weinfesteinnahmen, die heuer wieder fließen sollen. Die Kassenprüfer Georg Schilling und Alexander Menschow bestätigten die ordnungsgemäße Führung, die Entlastung des Vorstands fiel einmütig.

Otto Ruppert, Bruder des langjährigen Vorsitzenden Andreas Ruppert, zeigte eine Retrospektive in Bildern über den FC der 60er und 70er Jahre, was mit großem Beifall bedacht wurde.

Die Vorsitzenden ehrten im Anschluss Otto Bindrum und Liselotte Hirt, deren Gatte die Auszeichnung entgegennahm, mit dem BLSV-Ehrenzeichen in Gold für 70 Jahre Treue. Die goldene Ehrenmedaille des Bayerischen Fußballverbands (BFV) für 60 Jahre erhielten Hans-Dieter Scherpf sowie Gerd und Bernd Winter. Die silberne Auszeichnung, die für ein halbes Jahrhundert Mitgliedschaft verliehen wird, ging an Otto Ruppert, Hans Horteux, Adolf Riedmann, Georg Schilling und Erich Ohmert. Die goldene Vereinsnadel gebührte Martin Stapper und Matthias Lell für vier Jahrzehnte Treue, die silberne Ausführung nahm Rüdiger Fehr für 25 Jahre im Verein entgegen.

Die Neuwahlen unter Leitung von Edgar Hirt, Vize-Bürgermeisterin Elisabeth Assmann und Georg Schilling waren Formsache und Bestätigung für den bisherigen Vorstand. Dies gilt auch für den Beirat und den Ältestenrat. Einig waren sich Führung und Auditorium über die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, die für Kinder und Jugendliche jährlich 35 Euro und für Familien 85 Euro beträgt und ab dem nächsten Jahr gilt.

2.Bürgermeisterin Elisabeth Assmann dankte für das Engagement, insbesondere auch für die Jugendarbeit und allen flankierenden Kräften. "Mit Leuten wie euch kann der Verein weiterbestehen", so Assmann, die sich über die Wiederaufnahme des Weinfestes freute.

Andreas Ruppert beklagte das Befahren der Plätze mit Fahr- und Kleinkrafträdern und die Müllverschmutzung der Spielfelder, was auch von anderen Freiflächen in der Stadt zu berichten ist. Birgit Schaupp empfahl die Polizei oder die Sicherheitswacht einzuschalten. heg