Experiment gelungen! Mit diesen zwei Worten kann man kurz und bündig eines besondere Saison im Freibad umschreiben, die am morgigen Sonntag zu Ende geht.

Der Leiter der Stadtwerke, Stephan Pröschold, erinnerte bei einem Pressegespräch daran, dass es nach dem coronabedingten Lockdown am 16. März lange Zeit nicht klar gewesen sei, ob und wann die Freibäder in Bayern wieder öffnen können. "Trotzdem haben wir uns in Abstimmung mit Oberbürgermeister Ingo Lehmann und dem Werkausschuss entschieden, die Vorbereitungsarbeiten wie jedes Jahr durchzuführen, um bei einer möglichen Erlaubnis zu einer Öffnung bereit zu sein." Erklärtes Ziel sei es gewesen, den Besuchern trotz und gerade wegen der Einschränkungen eine attraktive Möglichkeit der Freizeitgestaltung zu bieten.

Die Planungen seien auch belohnt worden, so Pröschold weiter, denn immerhin habe man rund 60 000 Badegäste gezählt.

Verständnisvolle Besucher

Ende Mai habe die Staatsregierung grünes Licht gegeben. "Innerhalb kürzester Zeit haben wir ein Schutz- und Hygienekonzept für das Freibad entwickelt, um die gestellten Anforderungen zu erfüllen, und bereits eine Woche später, am 8. Juni, konnten wir öffnen." Das Konzept, das das Landratsamt als Muster an die umliegenden Kommunen mit Freibädern und Badeseen verteilte, habe sich bewährt. "Wir sind den Besuchern sehr dankbar für ihr Verständnis und ihre Unterstützung."

Insgesamt haben Pröschold zufole rund 60 000 Badegäste den Aufenthalt im Freibad Kulmbach genossen. Man habe dabei keine Infektionen registriert. Trotz aller Einschränkungen könne man aufgrund der durchweg positiven Rückmeldungen der Badegäste von einer gelungenen Saison sprechen.

"Einige Regelungen wie die Doppelbahnnutzung im Schwimmerbecken kamen so gut an, dass wir überlegen, diese dauerhaft einzuführen", sagte der Werkleiter.

Pröschold erinnerte ferner an die Erneuerung des Terrassenbereichs am Kiosk und die Neugestaltung des Vorplatzes der WC-Anlagen. Hier seien rund 120 000 Euro investiert worden. Auch der Familie Paetsch gebühre Dank: "Trotz aller Schwierigkeiten haben unsere neuen Pächter einen reibungsloser Betrieb gewährleistet."

Abschließend dankte Stephan Pröschold besonders der Wasserwacht und der DLRG für die unentgeltlich geleisteten Wachstunden.

OB Ingo Lehmann (SPD) machte deutlich, dass es für eine Stadt wie Kulmbach keineswegs selbstverständlich sei, angesichts jährlicher Verluste der Bäder von rund 1,6 Millionen Euro die Eintrittspreise erschwinglich zu halten. Rei.