"Eva" warnt junge Führerscheinbesitzer

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An der Kronacher Berufsschule fand die Verkehrssicherheits-Aktion "Eva"statt. Foto: Heike Schülein
An der Kronacher Berufsschule fand die Verkehrssicherheits-Aktion "Eva"statt. Foto: Heike Schülein

Laut Unfallstatistiken sind junge Fahranfänger überproportional an Verkehrsunfällen beteiligt. Daher fand auch heuer an der Kronacher Berufsschule die Verke...

Laut Unfallstatistiken sind junge Fahranfänger überproportional an Verkehrsunfällen beteiligt. Daher fand auch heuer an der Kronacher Berufsschule die Verkehrssicherheits-Aktion "Eva" (Ernstnehmende Verkehrssicherheits-Arbeit) statt. Initiator ist die Kreisverkehrswacht Kronach, die auch einen Großteil der Kosten trägt.
Falsche Lenkradhaltung, Fahren mit nur einer Hand am Steuer, zu seltener Blick in die Außen- und Rückspiegel oder vergessenes Blinken: Es sind die "Dauerbrenner", die die Fahrlehrer den Auszubildenden als Elektroniker Fachrichtung Betriebstechnik beim Fahrtraining am Dienstag ankreiden.
Vermeintliche "Kleinigkeiten", die man sich im Laufe der Zeit so angewöhnt hat, obwohl man eigentlich weiß, dass sie verkehrt und auch gefährlich sind. Gut, dass "Eva" die jungen Fahrer darauf hinweist. Fahrlehrer der Fahrschulen Brunngräber, Bayer, Janke, Gaertig und Müller beteiligten sich auch heuer wieder an der Verkehrssicherheits-Aktion "Eva" an der Kronacher Berufsschule.
Die Veranstaltung unterteilte sich erneut in einen kurzen Präventionsfilm als Einstieg, eine moderierte Gruppendiskussion mit den "Eva"-Moderatoren Andreas Müller sowie Georg Bayer, einem beobachteten Fahren mit den jeweiligen Fahrlehrern sowie eine Abschlussdiskussion.
Dabei wurden in der Gruppe die Dinge angesprochen, die den Fahrlehrern, aber auch Mitschülern während des Fahrens aufgefallen waren. Die Bewertungen fielen durchwegs positiv aus.
Die Klassenkameraden fühlten sich sicher; ihre Mitschüler seien defensiv und vorausschauend gefahren und hätten auf andere Verkehrsteilnehmer Rücksicht genommen. Aber auch kritisch gaben sie sich - beispielsweise, was die angesprochene Lenkradhaltung betrifft oder Fahren mit der rechten Hand auf der Schaltung. "Die eigenen Fehler merkt man selbst manchmal gar nicht mehr", meinten beispielsweise Michael und Nadja. Ins Nachdenken geriet auch Jan: "Ich habe ein Stoppschild überfahren. Damit wäre ich durch die Fahrprüfung gerasselt", weiß er. "Selbstverständlich trinkt der Fahrer keinen Alkohol", betonen Markus aus Sonneberg, Marco aus Bamberg sowie Alexander aus Kirchleus, die unter den Teilnehmern sind. Fahren unter Alkohol gehe gar nicht. Auch sie finden es gut, einmal von außen Kritik oder Verbesserungsvorschläge zu bekommen. Dem Hauptorganisator Roland Pyka liegt das Programm sehr am Herzen. Bei ihm laufen alle Fäden zusammen und er war es auch, der 2010 das Projekt nach Kronach an das Lorenz-Kaim-Schulzentrum brachte. hs