Bernhard Panzer "Straßenpflaster verschwindet Zug um Zug", "das historische Pflaster muss weichen" oder "das bucklige Sandsteinpflaster soll erhalten werden" - alles Schlagzeilen, die sich um einen bestimmten Themenbereich ranken. Das Kopfsteinpflaster mit seinem Für und Wider sorgt seit eh und je für Debatten in den Kommunalparlamenten. So ist es auch in Herzogenaurach, das sein Pflaster, wie seit einigen Jahren zu beobachten ist, allmählich Stück für Stück modernisiert.

Statt einer Holperpiste setzt man auf geschliffenes Pflaster, meist aus Granit. Statt in den riesigen Fugen zwischen den grob verlegten buckligen Pflastersteinen stecken zu bleiben, gewährleistet der moderne Belag auch für Rollatoren, Rollstühle und Kinderwagen ein bequemes Vorwärtskommen.

Steinweg ist neu

Aktuelles Beispiel: der Ausgang vom Marktplatz in den Steinweg. Erst vor Wochen wurde dort neu gepflastert, der etwas unwegsame Untergrund ist einem ebenen Belag gewichen. Und der ist auch noch schön anzuschauen. Auch Höchstadt hat seinen Steinweg, wenn er dort auch Steinwegstraße heißt und bisher eine noch viel holprigere Piste aufzuweisen hat. Auch dort soll sich das ändern. Doch das ist ein eigenes Thema.

Wie sich das Pflaster im Lauf der Zeit doch verändern kann, zeigt sich im Bereich der Altstadt von Herzogenaurach auch am Kiliansplatz. Auch dort war der Belag an grob gehauenen und ebenso verlegten Pflastersteinen in der Vergangenheit kaum ohne größere Anstrengungen zu begehen, vor allem für Gehbehinderte. Aber auch dort hat man Abhilfe geschaffen, und das bereits vor etwa zwei Jahrzehnten, wie unsere Fotos dokumentieren.

Auch Fußgängerzone ein Thema

Freilich gibt es noch Stellen in der Innenstadt, die einer Verbesserung bedürfen. Zumindest sieht das der städtische Behindertenbeauftragte, Wolfgang Jörg, so. Sein Antrag, auch die Fußgängerzone, idealerweise durch einen Mittelstreifen, leichter begehbar zu machen, stieß im Stadtrat bereits auf eine kontroverse Debatte. Dieser Wunsch soll auch wieder auf die Tagesordnung kommen, nur dauert das noch ein paar Jährchen. Denn erst will man die Großbaustelle Rathausneubau beendet haben und nicht zeitgleich ein weiteres großes Loch aufmachen.

Auch rund um das dann neue Rathaus soll neues Pflaster verlegt werden, ebenso wie im Schlosshof. Die Barrierefreiheit auf den Straßen ist in Herzogenaurach seit Jahren schon ein Thema und bleibt es auch.