Anette Schreiber Im Flop vom letzten Samstag griffen wir die Einstellung des Prozesses gegen einen früheren Chefarzt des Bamberger Klinikums auf. Ein Verfahren wegen der Vorwürfe gegen den Mediziner wurde mit Einverständnis aller Beteiligten eingestellt. Weil strafrechtlich relevantes Fehlverhalten nicht feststellbar war. Es hatte sich zwar in Räumen der Sozialstiftung abgespielt, wie immer berichtet worden war. Dabei handelte es sich jedoch um einen Außenstützpunkt, in dem Medikamente und Materialien für Palliativ-Einsätze sowie Unterlagen gelagert werden. Demnach hatten Intimitäten mit einer Mitarbeiterin nicht, wie fälschlicherweise dargestellt, stattgefunden, während in benachbarten Räumen Menschen starben. Dies war größtenteils auch so in der öffentlichen Wahrnehmung verankert gewesen. An dieser Stelle wird dies nun ein für allemal richtiggestellt.

Richtig ist auch, dass der inzwischen nicht mehr bei der Sozialstiftung tätige Arzt immer wegen seiner besonderen Zuwendung zu den Sterbenden hohe Anerkennung genossen hat und weiterhin - in seiner neuen Tätigkeit - genießt. Ihm wird hier eine ganz besondere Gabe bei der Begleitung Todkranker und Sterbender attestiert, die er zum Glück auch weiterhin ausüben kann.

In aller Form entschuldige ich mich ganz persönlich für die Missinterpretation der Räumlichkeiten, und hoffe damit auch dazu beizutragen, dass eben diese Wahrnehmung bei denen korrigiert wird, die dem gleichen Denkfehler unterlegen sind.Die Arbeit, die in der Palliativabteilung am Klinikum und vom Hospizverein mit seinen vielen Ehrenamtlichen geleistet wird, ist ein hohes Gut in der Stadt und verdient in großem Maße Respekt und Anerkennung. Ebenso wie der frühere Chefarzt, für das, was er als Mediziner geleistet und aufgebaut hat.