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Schney

Es blüht und brummt kräftig

Der Rotary-Club Obermain freut sich über eine 1, 3 Hektar große Blühwiese hinter Schney.
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Ein Bienenhaus, das die Rotarier spendiert haben, steht direkt an der Blühwiese. Da haben es die fleißigen Pollensammler nicht weit zur Arbeit.
Ein Bienenhaus, das die Rotarier spendiert haben, steht direkt an der Blühwiese. Da haben es die fleißigen Pollensammler nicht weit zur Arbeit.
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Der Startschuss im April erfolgte ohne Zuschauer. Ludwig Weiß kann sich deswegen noch genau daran erinnern, weil an diesem Tag eigentlich eine Kinderschar aus Schulen und Kindergärten live dabei sein wollte, wenn der Rotary-Club Obermain sein Naturprojekt startet. Wegen Corona ging das nicht. So konnte an diesem Tag niemand zusehen, wie die Landwirte der Familie Holl auf einem 1,3 Hektar großen Stück Ackerland eine Mischung aus 43 Sorten Wild- und Kulturpflanzen aussäten.

Die Fläche hatten Simon und sein Vater Bruno zur Verfügung gestellt. Sie werden sich in den nächsten fünf Jahren um die neue Blumenwiese kümmern. Und die Familie Holl war jetzt am Donnerstagabend auch dabei, als der Rotary-Club seine Mitglieder, Freunde und Gäste einlud und das Projekt vorstellte.

Nicht nur eine Wiese blühen lassen - auch das Aufstellen eines Bienenhauses (mit derzeit fünf Völkern) und das Anbringen von Infotafeln gehört zum Vorhaben. "Wir möchten, dass die junge Generation für die Umwelt sensibilisiert wird. Wir möchten einen Zugang zur Bildung nachhaltiger Entwicklung anbieten", begrüßte Ludwig Weiß auch Kerstin Schmidt von der Umweltstation Weismain vor Ort.

Die Bienen wurden erst vor wenigen Tagen gebracht. Für die richtige Platzierung und wertvolle fachliche Information beim Aufstellen sorgte Imker Stefan Ruppenstein. Er ist Vorsitzender vom Imkerkreisverband Lichtenfels. Er erläuterte die Bedeutung der Blühflächen für Honigsammler sowie das Entstehen von Honig und gab Einblicke in das Leben eines Bienenvolkes.

Die Zuhörer erfuhren von den unglaublichen Flugleistungen einer Biene beim Blütenpollen sammeln, von ihrer Cleverness, wenn sie mit Baumharz ihre Waben sozusagen desinifizieren, und sie hörten aus dem Mund des Fachmanns, dass beim Honig die Sortenreinheit nicht gleich Sortenreinheit bedeuten muss. Die hängt nämlich allein von der Blütezeit der Pflanzen ab.

Bemerkenswert: die Start-Umgebungstemperatur von Bienen im Vergleich zu Hummeln. "Hummeln fliegen bei acht Grad raus, da macht die Biene noch keinen Rucker. Sie braucht schon 12 Grad", erklärte Imker Ruppenstein.

In Kürze sollen hier noch ein Schau-Bienenstand und Informationspunkte aufgestellt werden, die alles rund um das Thema "Bienen und Honig" erläutern. Die Bienenvölker selbst werden von erfahrenen Imkern und Jungimkern betreut. "Jedes Tier braucht Pflege, auch Bienen", sagt Stefan Ruppenstein. Schöne Geste: Kerstin Schmidt und ihr Mann Helmut zeigten den Gästen an der Hinteröffnung des neuen Bienenhauses, wie die fleißigen Pollensammler in der Abendsonne zurückkehren zum heimischen Stock.