Drei Landwirte, die bei Blumenrod gemeinsam ein Erdfolienbecken als Güllelager bauen wollen, hatten schon mit dem Bau begonnen. Dann mussten sie ihre Pläne ändern und erneut vorlegen. Erneut erteilte der Bausenat der Stadt am Dienstag dafür nicht sein Einvernehmen.

Damit dürften die Bauherren gerechnet haben. Schon ihre ersten Pläne fanden beim Bausenat keine Zustimmung. Genehmigungsbehörde ist allerdings das Landratsamt Coburg. Dort sah man offenbar alle Voraussetzungen als erfüllt an und genehmigte den Bau. Die Stadt hatte bereits für diesen Fall angekündigt, eine Klage gegen die Entscheidung des Amtes in Betracht zu ziehen.

Zunächst sollte ein Fachanwalt die Aussicht einer solchen Klage prüfen. Weil ihm die Zeit nicht reichte, um innerhalb der Widerspruchsfrist darüber zu entscheiden, reichte die Stadt Klage beim Verwaltungsgericht ein.

Die Bauherren entschieden sich, dennoch mit den Arbeiten zu beginnen - in der Hoffnung, dass ihre Genehmigung Bestand haben würde. Dann allerdings stellte sich heraus, dass das Grundwasser höher ansteht als erwartet. Das Erdfolienbecken darf einen Meter weniger tief eingegraben werden. Daher muss der Damm um einen Meter höher aufgeschüttet werden. Es wurde ein Tekturplan notwendig. Der muss erneut der Stadt vorgelegt werden.

Der Bausenat musste das Thema nicht lange diskutieren. Über die Klage der Stadt gegen die Entscheidung des Landratsamtes ist noch nicht entschieden. Am Bau hat sich wenig geändert. Daher entschied der Senat einstimmig, erneut das Einvernehmen der Stadt nicht zu erteilen. Das Landratsamt kann dennoch erneut eine Genehmigung erteilen.