- Die Planung der Ortdurchfahrt von Buscheller war im Gemeinderat am Montag keine leichte Geburt. Allein 16 Beschlüsse wurden gefast, wobei diese nicht immer einstimmig ausgingen.

Planer Jürgen Kittner verteidigte mit Engelszungen seine Vorstellungen, die auch im Rahmen einer Ortsbegehung mit Bürgern des Ortsteils entstanden sind. Der neu gewählte Ortssprecher Harald Präcklein, der in der Sitzung von Bürgermeister Jürgen Wittmann (GfG) vereidigt wurde, war der Wortführer und trug die Wünsche der Anwohner vehement vor. Diese Wünsche werden nun teilweise in die Planung eingearbeitet, um sie dann nochmals der Regierung von Oberfranken zu präsentieren, insbesondere, um die Höhe der Bezuschussung zu erfahren.

Nicht durchsetzen konnten sich bei der Diskussion die Räte, die eine fünf Meter breite Fahrbahn wollten. Es bleibt bei der ursprünglich angedachten Fahrbahnbreite von 5,50 Metern. Knackpunkt der Beratung war immer wieder, wie die Bedeutung der Straße für den Durchgangsverkehr mit der Sicherheit der Fußgänger vereinbart werden kann. "Der Charakter einer Ortsdurchfahrt muss gewährleistet sein", sagte Kittner, der sowohl ein Tempolimit von 30 km/h als auch eine Rechts-vor-Links Lösung ablehnte. Stattdessen sollen am westlichen und östlichen Ausbaubeginn sowie in der Mitte Fahrbahnanhebungen angelegt werden, um den Verkehr zu bremsen.

Zur Sicherheit der Fußgänger soll ein beidseitig asphaltierter Bürgersteig, 1,50 bis zwei Meter breit, angelegt werden. Darauf einigten sich die Gemeinderäte. Geplant sind außerdem zwei Buswartehäuschen, eines südlich der Straße und das andere gegenüberliegend.

Für das Sondergebiet "Am Renner" sollen ein Bebauungsplan und ein geänderter Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan aufgestellt werden. Der Grund ist darin zu suchen, dass ein Bauwerber dort ein Wohnhaus mit Pferdehaltung plant. dav