von unserem Redaktionsmitglied Heike Beudert

Münnerstadt — Die Ganztagsschule bringt in einem Bereich Probleme mit sich, den man eigentlich gar nicht mit der Schule in Verbindung bringt: Beerdigungen. Seitdem immer mehr Kinder Nachmittagsunterricht haben, fehlen in Münnerstadt Ministranten für das Reqiuem und die Beerdigungen. Die Verantwortlichen der Pfarrei suchen nun nach Lösungen. Eine wäre, dass auch Erwachsene diesen Dienst übernehmen. Deshalb ist die Pfarrei für Münnerstadt auf der Suche nach Messdienern im reiferen Alter.

Auch in den Filialen ein Problem

Auch in den Filialgemeinden sei es nicht immer einfach, Ministranten für Beerdigungen zu finden, weiß Pater Rudolf Götz. Allerdings ist dort die Zahl der Beerdigungen niedriger. Dort werden vorerst noch keine erwachsenen Ministranten gesucht.
Sowohl für den Stadtpfarrer Pater Markus Reis, als auch für den mitarbeitenden Pfarrer P. Rudolf Götz ist es wichtig, dass ihnen auch künftig bei Beerdigungen Ministranten zur Seite stehen.
Es sei feierlicher, meinte Pater Rudolf Götz während der jüngsten Pfarrgemeinderatssitzung. "Man braucht Assistenten", erklärt Pater Markus. "Sie gehören zu allen liturgischen Feiern dazu."
Eigentlich würden immer drei Ministranten bei einer Beerdigung benötigt, erläutert Pater Markus. Doch die sind zu dieser Tageszeit kaum mehr zu finden. Die Schüler sind da noch unterwegs. Insgesamt leisten in Münnerstadt 31 Kinder und Jugendliche diesen kirchlichen Dienst. Aber die wenigsten haben nachmittags um 14 Uhr Zeit. Das ist die Uhrzeit, in der Requiem oder Beerdigung in Münnerstadt stattfinden.

Ministranten zu spät daheim

Heiner Wich organisiert den Einsatz der Ministranten. Von den 31 Ministranten in Münnerstadt hat kaum einer mehr Zeit, weiß Wich. Die Schüler hätten ganztags Unterricht oder sind Fahrschüler, die einfach zu spät nach Hause kommen, um schon um 14 Uhr zu ministrieren, erklärt er. Vielleicht wäre es einfacher, wenn die Beerdigungen erst um 14.30 Uhr stattfinden würden, überlegt Heiner Wich.
Er kann sich aber durchaus auch gut vorstellen, dass Erwachsene ministrieren. Es gebe schon zwei oder drei, die im Notfall einspringen und beispielsweise am Friedhof das Kreuz tragen. Heiner Wich erzählt, dass er das ebenfalls schon gemacht habe. Er findet, dass das eine gute Alternative wäre.