Der Haushalt des Marktes Ludwigschorgast steht. Einstimmig hat der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstagabend im Gemeindezentrum das Zahlenwerk verabschiedet. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit gut 1,8 Millionen Euro ab, der Vermögenshaushalt mit knapp 2,4 Millionen Euro.

Ohne Kredite geht es nicht

Der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Untersteinach, Matthias Wendler, erläuterte die wichtigsten Eckpunkte. So werden dem Vermögenshaushalt 154 140 Euro zugeführt. An Kreditaufnahmen für Investitionen sind bis zu 248 993 Euro vorgesehen.

Die Hebesätze setzte das Gremium für die Grundsteuer A und B auf jeweils 340 Punkte fest, der Gewerbesteuersatz liegt bei 330 Punkten. Ebenso einstimmig beschlossen wurde die Finanzplanung 2022 bis 2024.

Haupteinnahmen im Verwaltungshaushalt sind die Steuern mit 866 240 Euro, hinzu kommen Schlüsselzuweisungen (390 116 Euro), Zuweisungen und Zuschüsse (277 515 Euro) sowie Gebühren und Entgelte (145 485 Euro). Dem entgegen stehen Personalausgaben mit 191 533 Euro, 204.432 Euro für den Verwaltungs- und Betriebsaufwand, 606 922 Euro an Umlagen sowie 628 468 Euro an Zuweisungen und Zuschüssen.

Der Sollüberschuss aus dem Haushaltsjahr 2020 ist mit 747 177 Euro der größte Einnahmeposten im Vermögenshaushalt. Für die Baugebietserschließung sind 907 850 Euro im Etat eingestellt, 595 071 Euro für die Kindertagesstätte, 278 000 Euro für die Sanierung der Bahnhofstraße und 133 850 Euro für Tilgungen.

Bürger werden wohl zahlen müssen

"Es wird finanziell enger, aber alle Großprojekte konnten im Haushalt untergebracht werden", sagte Erste Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani (CSU). Sie machte aber im gleichen Atemzug deutlich, dass weitere Kreditaufnahmen mit Blick auf das zusammen mit der Stadt Kupferberg zu errichtende Regenüberlaufbecken notwendig sein werden.

Leithner-Bisani räumte dabei ein, dass wohl Teile über Verbesserungsbeiträge und/oder die Gebühren von der Bevölkerung mitfinanziert werden müssen. Um mögliche weitere Einnahmequellen zu nutzen, schlug die Bürgermeisterin vor, an die Erhöhung der Steuerhebesätze zu denken.

Kenntnis nahm der Marktgemeinderat vom Bauleitplanverfahren der Gemeinde Untersteinach zur Realisierung des "Solarparks Hummenbühl". Es gab keine Einwände.

Doris Leithner-Bisani bedankte sich für das Schmücken des Marktbrunnens und des Kirchplatzes.

Tobias Braunersreuther (SPD) zeigte sich dankbar, dass es der Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner (CSU) gelungen ist, die Sanierung der Sportanlage des FC Ludwigschorgast in einem Förderprogramm unterzubringen.