Für ein Bürgerbegehren sammelt die Initiative Radentscheid Erlangen seit Mitte Oktober 2019 Unterschriften. Nun hat sie ihr Ziel erreicht: Über 5000 Erlanger gaben der Initiative ihre Stimme.

Wie die Verantwortlichen von Radentscheid Erlangen mitteilen, war das Sammeln von Unterschriften durch die Corona-Krise kaum möglich. Daher startete die Bürgerinitiative nach der Lockerung der Beschränkungen mit verschiedenen Aktionen wieder durch. Um zügig die noch fehlenden Unterschriften zu sammeln, wurden Unterschriftenlisten per Zeitungsbeilage und Hauswurfsendung im Erlanger Stadtgebiet verteilt.

Für ein Radwege-Netz

Außerdem könnten Unterschriften auch an mobilen Sammelstellen in Form von umgebauten Fahrrädern abgegeben werden. Darum geht es der Initiative: Sie setzt sich für eine Modernisierung und für den Ausbau des Radroutennetzes ein. Weitere Anliegen der Aktivisten sind sichere Kreuzungen und Fahrradstraßen, damit sich alle Altersgruppen sicher und entspannt auf dem Rad fortbewegen können, schreiben die Initiatoren. Außerdem wollen sie, dass der Radverkehr in der Stadtverwaltung priorisiert wird. Auch fordern sie mehr sichere und wettergeschützte Abstellplätze im Stadtgebiet und am Hauptbahnhof.

"Im Kommunalwahlkampf haben fast alle Parteien die Ziele des Radentscheids unterstützt und versprochen, den Radverkehr fördern zu wollen", sagt Jörg Leininger. "Mit der Annahme des Bürgerbegehrens können sie den Worten nun Taten folgen und die Förderung des Radverkehrs direkt in die Haushaltsplanung für 2021 einfließen lassen." Die Unterschriftensammlung endet in den kommenden Wochen. Der Stadtrat muss sich nach Prüfung mit den Forderungen befassen, sie entweder annehmen oder mit den Vertretern des Radentscheids Erlangen in Absprache veränderte, aber dem Ziel des Bürgerbegehrens entsprechende Maßnahmen verabschieden.

Lehnt der Stadtrat die Forderungen ab, kommt es innerhalb von drei Monaten zu einem Bürgerentscheid. red