Trotz Corona gut besucht war die 60. Jahreshauptversammlung des Höchstadter Fischereivereins am Samstagabend im Vereinsraum der Vereinshalle am Kieferndorfer Weg. Bürgermeister Gerald Brehm lobte gleich zu Beginn die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Fischereiverein. Er bekräftigte die Entscheidung, das Fischerfest im Engelgarten zu feiern: "Damit wurde ein Stück zur gesellschaftlichen Struktur beigetragen", so Brehm. Da der Erste Vorsitzende Klaus Müller mit einer Influenza darniederlag, übernahm der Zweite Vorsitzende Johann Ross die Leitung der Versammlung.

Rückblick

Im Vereinsrückblick ging Ross näher auf die erfolgreichen und gelungenen Veranstaltungen wie Fischerfest, Altstadtfest und Weinfest ein, durch welche ein Überschuss erwirtschaftet werden konnte. Allerdings bemängelte er im selben Atemzug auch die fehlende Unterstützung für die Aktivitäten vonseiten der Vereinsmitglieder. Über 1 853,5 geleistete Arbeitsstunden berichtete Sebastian Baum, der für den erkrankten Wasserwart Christian Lenk eingesprungen war. Im vergangenen Vereinsjahr wurden so 2068 Kilogramm Karpfen besetzt. Die Anfänge der vor 30 Jahren ins Leben gerufenen Biotop- und Artenschutzgruppe ließ Paul Neudörfer Revue passieren, "Anfangs wurden wir belächelt mit ,Was ist das für ein Glump?', aber wir reden nicht, wir sind aktive Angler", sagt er. Ihm ging es damals darum, nicht nur Biotope zu haben, sondern diese auch zu praktizieren, wie er erklärt. Schwer angegangen ist ihm das Auftauchen des Bibers vor einigen Jahren, hatte die Gruppe doch kurz nach der Gründung zehn Kopfweiden gepflanzt, die "selten und teuer waren", wie Neudörfer erklärt. Acht davon hat der Biber weggefressen. "Der Biber kam, fraß und siegte", fasste Neudörfer es zusammen.

Nach 30 Jahren nun tritt Neudörfer von seinem Posten als Leiter der Biotop- und Artenschutzgruppe, um welche er sich verdient gemacht hat, zurück. In seine großen Fußstapfen treten Erik Lukaszewicz und Erich Weidacher.

Bei den anschließenden Wahlen des Vorstands wurden folgende Vorschläge angenommen und bestätigt: Erster Vorsitzender Klaus Müller, zweiter Vorsitzender Johann Ross, Kassier Günter Schiffer, Schriftführer Günther Rudolf, Erster Wasserwart Sebastian Baum, Zweiter. Wasserwart Richard Willert, Erster Jugendleiter Mario Brauns, Zweiter Jugendleiter Paul Rosenthal, als Beisitzer fungieren Manfred Kohler, Günter Grau, Thomas Hubert, Alexander Pecher und Sabine Fink, Kassenprüfer wurden Eva Nowotschin und Stefan Litz. Neun neugewonnene aktive Mitglieder wurden im Rahmen der Hauptversammlung willkommen geheißen.

Über einen Pokal bei den anschließenden Ehrungen durften sich freuen: Wolfgang Bambor für den ersten Platz beim Anfischen im April, Jörg Müller wurde erster beim Scharold-Gedächtnisfischen, Peter Grau machte den ersten Platz beim Pokalfischen und Konrad Schmitt wurde Vereinsmeister bei der Vereinsmeisterschaft im August. Den Wanderpokal im Fritz-Endres-Gedächtnisfischen ergatterte ebenfalls Wolfgang Bambor. Fischerkönig wurde Peter Grau, der beim Pokalfischen einen Karpfen mit 7700 Gramm aus dem Wasser gezogen hatte.

Zu guter Letzt stellte Günter Schiffer den Antrag, die zu leistenden Arbeitsstunden von acht auf 15 sowie den zu zahlenden Betrag für nicht geleistete Stunden von 8 auf 25 Euro zu erhöhen, was zu einer regen Diskussion führte. Am Ende einigte man sich mit einer Gegenstimme auf zwölf zu leistende Arbeitsstunden sowie 15 Euro für nicht geleistete. Britta Schnake