Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Bayreuth-Hof, zu dem auch der Landkreis Kulmbach gehört, ist im Vergleich zum Vormonat deutlich um 398 gesunken. Insgesamt waren 9224 Männer und Frauen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote ging auf 3,6 Prozent zurück, während sie im Juli 2020 noch 4,5 Prozent betragen hatte. Insgesamt waren im Vergleich zum Vorjahr 2386 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. "Der Juni 2020 war allerdings stark von den Auswirkungen der Corona-Krise beeinflusst", erklärt dazu Sebastian Peine, Chef der Agentur für Arbeit Bayreuth-Hof.

Im Juli mussten sich ihm zufolge ähnlich viele Menschen arbeitslos melden wie im Vorjahr. Im langjährigen Vergleich lagen die Zugänge an Arbeitslosen allerdings unter den Juli-Werten der Vorjahre.

Aktuell 1330 Arbeitslose

Der Landkreis Kulmbach meldete im Juli 1330 Arbeitslose, im Juni waren es 1394, im Juli des Vorjahres noch 1624. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 3,2 Prozent (Juni 3,4).

Im Juli gab es zahlreiche Meldungen von jungen Menschen nach Abschluss einer Berufsausbildung, die nicht von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen wurden oder für die eine Übernahme nicht in Betracht kam. Außerdem kamen Absolventen schulischer Ausbildungen wie zum Beispiel Kinderpfleger, Techniker aus den Fachbereichen Lebensmittel, Bau und Heizung sowie Abiturienten und Absolventen von FOS und BOS auf die Agentur für Arbeit zu. Weiterhin meldeten sich Studienabsolventen, die noch keine berufliche Einmündung gefunden haben. Das Gros wird nur kurze Zeit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, weil ab Herbst bereits konkrete Pläne vorliegen.

Auftragsbücher sind gut gefüllt

Diese reichen von der Aufnahme eines Beschäfti-gungsverhältnisses über den Beginn einer Zweitausbildung oder den Erwerb eines höheren Bildungsabschlusses bis hin zur Aufnahme eines (weiteren) Studiums.

Die größte Nachfrage nach Arbeitskräften am regionalen Arbeitsmarkt bestand für Berufe des Bauhaupt- und -nebengewerbes. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, es besteht Zuversicht. Besonders gesucht sind Maurer, Zimmerer, Tischler, Maler und Trockenbauer. Nachgefragt sind ebenso Fachkräfte für Heizung, Klima, Sanitär.

Die Hotellerie und Gastronomie stellt wieder Köche, Küchenhilfen und Servicekräfte ein, allerdings oft in Teilzeit und in flexiblen Arbeitszeitmodellen. Das Transportgewerbe fragt nach Berufskraftfahrern. Gesucht sind auch Kfz-Mechatroniker. Der soziale Bereich ist aufnahmefähig für Heilerziehungspfleger, Erzieher und Kinderpfleger, der medizinische Sektor benötigt Ärzte und medizinische Fachangestellte.

Insgesamt gingen im Kreis Kulmbach mit 250 Vermittlungsaufträgen 73 offene Stellen mehr ein als im Vormonat und 85 mehr als im Juli 2020. red