Noch bis zum 25. September ist die 92. Jahresausstellung des Bundes Fränkischer Künstler in der Großen Hofstube der Plassenburg zu sehen. Pandemiebedingt gab es in diesem Jahr keine Vernissage mit vielen Gästen. "Aus dem gleichen Grund wird es auch keine Finissage geben", hat Vorsitzende Anita Magdalena Franz jetzt mitgeteilt.

Wegen der augenblicklichen Beschränkungen werde in diesem Jahr auch kein besonderer Preis vergeben. Die ausstellenden Künstler werden ihre Werke am 25. September quasi sang- und klanglos abholen.

Ab diesem Tag bis zum 30. Oktober kann dann jedoch das drei mal zweieinhalb Meter große Gemeinschaftswerk mehrerer Künstler in der Eingangshalle zur Hofstube bestaunt werden, das am 20. September zum Thema "Die Zeit vergeht, nutze den Tag" im Privatatelier von Anita Franz entstehen soll.

Stattfinden wird wie geplant vom 1. bis 7. Oktober das Symposium in der Großen Hofstube; eventuell nach einer Vernissage am 8. Oktober werden die Werke dort dann vom 10. bis 30. Oktober zu sehen sein.

In der Jahresausstellung zeigt der Verein 138 Werke von 87 Kunstschaffenden. Eine Auswahl musste entsprechend dem zur Verfügung stehenden Platz getroffen werden; eingereicht beziehungsweise vorgeschlagen waren erheblich mehr Werke.

Katalog liegt aus

Die Arbeiten der Künstler vor allem aus dem nordbayerischen Raum, aber auch darüber hinaus, sind vielgestaltig in Materialien, Techniken und Themen: Skulpturen, aber überwiegend Gemälde, einige Zeichnungen und ein paar überarbeitete Fotografien.

Sie liegen auch in einem Katalog mit den Biografien und künstlerischen Absichten ihrer "Macher" zum Mitnehmen vor.

Der Bund wurde 1929 in Nürnberg von der "Feierabend-Gesellschaft" gegründet und hat auch seinen Sitz in der Frankenmetropole. Jedoch veranstaltet er seit seiner Gründung jedes Jahr im Sommer, heuer zum 92. Mal, seine große Jahresausstellung ausschließlich auf der Plassenburg. Dementsprechend hat sich die Ausstellung über Kulmbach hinaus etabliert.

Das zeigen auch die Besucherzahlen. In den ersten sechs Wochen haben sich bereits 800 Interessierte die Exposition angesehen, so dass Anita Franz schätzt, dass am Ende auch heuer wieder 1100 bis 1200 Kunstinteressierte den Weg nach Kulmbach gefunden haben werden.