2809,75 Stunden haben die Feuerwehrleute aller Wehren des Stadtgebiets Gräfenberg bei 106 Einsätzen geleistet. "Hierbei wurden elf Menschenrettungen durchgeführt", informierte Jakob Schuberth, Stadtrat der Freien Wähler, Sprecher der Feuerwehren und Kommandant der Stadtwehr, in seinem Jahresbericht für 2019.

Am häufigsten mussten die Gräfenberger und die Thuisbrunner Wehr ausrücken. Insgesamt werden die Feuerwehren von 273 Frauen und Männern aktiv unterstützt. Erfreulich sei, dass auch die Jugend Interesse an dem Ehrenamt habe. Immerhin haben sich 58 Jugendliche für diesen Dienst entschieden. Besonders engagiert sind die Jugendlichen aus Thuisbrunn: 29 Jugendliche sind dort der Feuerwehr beigetreten,18 der Gräfenberger, drei der Sollenberger und acht der Walkersbrunner Wehr. Trotz aktiver Mitglieder erreichen die Feuerwehren Lilling, Kasberg und Guttenburg die Mindeststärke von 27 Dienstleistenden nicht.

Vor allem Wechselkleidung für die Atemschutzträger wurde vergangenes Jahr beschafft. Dazu wurden 62 552 Euro in den Haushalt gestellt. Die Feuerwehren konnten jedoch unter dem geplanten Betrag bleiben, da sie für die 13 529 Euro Investition einen staatlichen Zuschuss von 4200 Euro erhalten können. Weitere Kosten entstanden durch die persönliche Schutzkleidung für die Feuerwehrleute in Höhe von 3628 Euro. Ein Kleiderpool wird gerade eingerichtet. Damit können auch Neuzugänge gleich eingekleidet werden.

Einsätze zu leiten, werde immer komplexer, und dokumentiert werden müsse auch immer mehr. Die Wehren wollen deshalb in diesem Bereich investieren und insgesamt sechs Handsprechfunkgeräte für Gräfenberg und Sollenberg und Arbeitsmaterial kaufen.

Auch mit EDV soll das Mehrzweckfahrzeug Gräfenberg ausgestattet werden. Mit 5000 Euro bezifferte Schuberth die Kosten dafür. Notwendig sei auch die Beschaffung von Helmlampen für die Atemschutzträger, da die momentan verwendeten zur Benutzung am Helm nicht zugelassen sind. Der Versicherungsschutz sei nicht mehr gegeben. Wenn schon Helmlampen gekauft werden, dann gleich für die gesamte Mannschaft, meinte der Kommandant. Ganz bezahlen müsste das die Stadt Gräfenberg nicht. "Es ist angedacht, 50 Prozent der Kosten aus dem Spendenkonto der Feuerwehren der Stadt Gräfenberg zu nehmen", sagte Schuberth.

Er regte im Stadtrat auch an, über einen Internetanschluss in den Gerätehäusern nachzudenken. Die Feuerwehrschulen in Bayern pflegen ein Online-Lernportal.