Die Gemeinde Ködnitz erhält einen großzügigen Zuschuss aus dem Regionalbudget der ILE "Fränkisches Markgrafen- und Bischofsland". Gefördert wurde der Bau einer Unterstell- und Rastmöglichkeit für Wanderer mit Gesamtkosten von 12 500 Euro auf einem gemeindlichen Grundstück an der Gemeindeverbindungsstraße nach Reuth und Reuthlashof. Über das Regionalbudget erhält die Gemeinde Ködnitz dafür einen Zuschuss von 9800 Euro. Die Schutzstation bekommt noch ein Dach und Sitzmöglichkeiten.

Zweiter Bürgermeister Heinz Mösch (CSU) hatte das Projekt vorgeschlagen, nachdem im Vorjahr aus der Gemeinde Ködnitz keine Meldung kam. Mösch: "Der Bereich war mir schon immer am Herzen gelegen, denn hier soll ja einmal der Weißmain-Wanderweg ausgeschildert werden, den es bislang noch gar nicht gibt." Der bereits existierende Main-Wanderweg geht von Feuln über Waizendorf weiter nach Pinsenhof, vorbei am Tierheim bis zur Plassenburg. Und der Weißmain-Wanderweg soll künftig von Feuln an der Höhe nach Ködnitz und Ebersbach sowie dem Kneipp-Becken und Fölschnitz bis zur Buchgasse in Kulmbach führen, immer am Weißen Main entlang.

Heinz Mösch bemühte sich außerdem um die Anbringung von Informationstafeln für das FFH-Gebiet "Mainaue und Muschelkalkhänge zwischen Kauerndorf und Trebgast", das als Naturerbe Bayerns gilt. Die Aufgabe übernimmt die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Kulmbach. Die Main­aue und Muschelkalkhänge liegen zwischen Kauerndorf und Trebgast und die insgesamt acht Teilflächen haben eine Gesamtgröße von rund 400 Hektar. Das Gebiet umfasst die Schorgastaue zwischen dem Markt Wirsberg und Kauerndorf, einen kurzen Abschnitt des Weißen Mains sowie die Muschelkalkhänge zwischen Trebgast und Kauerndorf. Sieben Kommunen haben Anteil am Gebiet: die Gemeinden Ködnitz, Neuenmarkt, Untersteinach und Trebgast, die Märkte Ludwigschorgast und Wirsberg sowie die Stadt Kulmbach. Das Nature-2000-Gebiet beherbergt mit der Schorgast- und Weißmainaue einerseits und den sonnigen Muschelkalkhängen andererseits recht unterschiedliche, aber gleichermaßen bedeutsame Lebensräume. Dank der teils seit Jahrhunderten umsichtigen Wirtschaftsweise der Grundbesitzer konnte sich in einigen Gebieten eine besonders nachhaltige Natur erhalten, die andernorts leider verloren gegangen ist.

Bürgermeisterin Anita Sack (FW) würdigte das Engagement ihres Stellvertreters Heinz Mösch, der auch die Zustimmung vom gesamten Gremium fand. Für das ausführende Bauunternehmen Roh-Bau GmbH dankte Klaus Rohleder für den Auftrag: "Die Wanderhütte schaut nicht nur gut aus, sondern sie passt auch genau in das Grundstück." Werner Reißaus