So was erlebt man nicht alle Tage: Katakomben und ein Lindenbaum-Museum gehörten zu den Ausflugszielen beim Zeltlager der CVJM-Kreisverbindung Ebern in Altenplos. So führte der Weg nach Bayreuth nicht zu den Wagner-Festspielen, sondern in die Unterwelt.
Die Katakomben wurden ursprünglich zum Abbau von Erzen genutzt. Später dienten sie als Lagerkeller und während des zweiten Weltkriegs als Lazarett und Schutzräume. Im 2014 eröffneten Lindenbaum-Museum in Neudrossenfeld sind 40 Modelle von Stufenlinden zu sehen. Dazu gibt es jede Menge Infos über diese Baumbauten, die als geselliger Treffpunkt und mancherorts als Stätte der Rechtsprechung geschaffen wurden.
Auch sonst bekamen die 21 Jungs zwischen neun und 13 Jahren in dieser ersten Ferienwoche wieder ein buntes Programm in und ums Freizeitgelände geboten. Als Zeitzeuge stieß diesmal Gerhard Nürmberger aus Bayreuth zu der Runde. Die täglichen Bibelimpulse handelten von Samuel, dem großen Propheten im Alten Testament, der Saul und später David zum König gesalbt hatte. Eine unfreiwillige "Prüfung" stellte das Gewitter am Dienstag dar - das heftigste in der 45-jährigen Geschichte des Zeltlagers.
Zu dem hervorragenden Platz in Altenplos, zwischen Bayreuth und Kulmbach an der B 85 gelegen, waren die Organisatoren durch Johannes Feldhäuser gekommen. Der gebürtige Krautheimer hatte früher selbst an den Zeltlagern teilgenommen und ist mittlerweile Pfarrer in Neudrossenfeld. Und die Gruppe fühlte sich im Ort bestens aufgenommen, zumal sich die Bürgermeisterin Simone Kirschner (Gemeinde Heinersreuth) mehrmals Zeit nahm, persönlich vorbeizuschauen. bd