Bis zum Jahr 2021 soll es in Erlangen eine sogenannte Jugendberufsagentur geben. Der Erlanger Stadtrat hat ein entsprechendes Konzept beschlossen, das nun von der Verwaltung schrittweise umgesetzt wir...
Bis zum Jahr 2021 soll es in Erlangen eine sogenannte Jugendberufsagentur geben. Der Erlanger Stadtrat hat ein entsprechendes Konzept beschlossen, das nun von der Verwaltung schrittweise umgesetzt wird. Das teilt die Stadt Erlangen mit.
Ziel ist es, mit einer Jugendberufsagentur eine zentrale Anlaufstelle für Jugendliche im Übergang von der Schule zum Beruf zu schaffen. In der Jugendberufsagentur sollen bislang getrennte Unterstützungsstrukturen unter einem Dach gebündelt werden.
Jugendliche ohne Ausbildung und Arbeit fallen häufig in mehrere sogenannte Rechtskreise des Sozialgesetzbuchs und haben deshalb häufig Ansprechpartner in unterschiedlichen Behörden, in den Jugendämtern, bei der Arbeitsagentur und in den Jobcentern. Das führt dazu, dass Jugendliche seltener Hilfe in Anspruch nehmen, in Warteschleifen landen oder aus dem Leistungsspektrum herausfallen. Ein rechtskreisübergreifendes Fallmanagement findet bislang nicht statt.
Mit der Jugendberufsagentur hingegen vereinfacht sich der Weg für junge Menschen in den Berufsorientierungsprozess durch eine zielgerichtete, klare und zeitnahe Unterstützungsstruktur. Eine langfristige Begleitung in ihrem Bildungs- und Berufsverlauf, beginnend mit der Berufsorientierung in der Schule über Ausbildung und Berufseinstieg oder Studium wird erleichtert. Nicht zuletzt können auch Integrationsaufgaben leichter wahrgenommen werden.
Aber auch Schulen, Lehr- und Fachkräfte sowie Betriebe profitieren aus Sicht der Stadtverwaltung. Sie erhalten eine neue Anlaufstelle zur Ausbil-dungsakquise, Fachkräftegewinnung und Unterstützung im Falle drohender Ausbildungsabbrüche. Der Stadtrat beauftragte die Verwaltung, nun einen konkreten Kosten- und Finanzierungsplan auszuarbeiten. red