Der Platz zwischen der Kirche, der Schule und dem Rathaus ist fast fertiggestellt. Vor allem fehlt noch das Gebäude in der nordöstlichen, an den Kindergarten angrenzenden Ecke. Hier soll der Raum für die Jugend des Dorfes entstehen. Architekt Johannes Hahn hatte dazu Pläne ausgearbeitet. Einige Baufirmen hatten auch Angebote zwischen 263 000 und 455 000 Euro Baukosten abgegeben. Die Mehrheit des Gemeinderates befand jedoch, dass diese Angebote mangels einer genauen Leistungsbeschreibung kaum vergleichbar sind. Vor allem Gemeinderat Josef Holzheimer (CSU/FW) und Gemeinderätin Yvonne Seufert (Bürgerliste) forderten ein Leistungsverzeichnis. Eineinhalb Stunden wurde diskutiert, dann wurde abgestimmt. Einstimmig wurde beschlossen, beim Amt für Ländliche Entwicklung einen Antrag zu stellen, die Mehrkosten für den Bau, die nun insgesamt rund 280 000 Euro ausmachen dürften, zu fördern. Alle zwölf Gemeinderäte stimmten auch dafür, dass ein neues Leistungsverzeichnis erstellt und dass der Bau neu ausgeschrieben wird. Nur Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU) stimmte dagegen.

Den Winterdienst in der Gemeinde wird auch weiterhin die Firma Metallbau Müller erledigen. "Wir sollten das beibehalten" sagte dazu Bürgermeister Fridolin Zehner. Dieser Ansicht waren auch neun Gemeinderäte, während drei dagegen stimmten. Die Kosten für den Winterdienst betrugen im vergangenen Jahr 15 500 Euro, einschließlich 3000 Euro für Streusalz. Der Tiefbehälter für den Wasser-Tiefbehälter, der in Kürze gebaut werden soll, bekommt keine Photovoltaikanlage. Für die Druckerhöhungsanlage braucht die Anlage permanent Strom. Deshalb war geprüft worden, ob sich eine Photovoltaikanlage amortisieren würde. Diese Untersuchung hatte ergeben, dass dies nicht der Fall ist. Deshalb hatte der Gemeinderat seinerzeit beschlossen, auf eine Anlage zu verzichten. Eine zweite Untersuchung jedoch ergab, dass die erste falsch ist. Wenn der Strompreis komplett mit allen Umlagen und Steuern berechnet wird, würde sich eine Anlage bezahlt machen. Nun die Planung zu ändern, würde laut Bürgermeister zu einer Verzögerung von mindestens zwei Monaten führen. "Wir lassen es wie geplant ohne Photovoltaik", schlug er vor. Allerdings soll alles so hergerichtet werden, dass später doch noch eine Photovoltaikanlage gebaut werden kann. Dem stimmten sämtliche Gemeinderäte zu.

Eltern werden in nächster Zeit Post von der Gemeinde bekommen: Sie werden befragt, ob sie für ihre Kleinen jetzt oder in späteren Jahren Hortplätze brauchen. Vier Kinder aus der Gemeinde besuchen im nächsten Schuljahr den Hort in Poppenlauer. Ein fünfter Platz wäre noch frei. Die Marktgemeinde Maßbach hat relativ viele Hortplätze und will einen eigenen Kinderhort an der Grundschule im Ortsteil Poppenlauer bauen. Ab dem Jahr 2025 sind die Gemeinden verpflichtet, Hortplätze anzubieten, hieß es. "Es muss aber nicht in Rannungen sein", betonte der Bürgermeister, und "es ist zumutbar, dass Eltern in Poppenlauer ihre Kinder abholen." In Rannungen selbst könne ein Kinderhort aus mehreren Gründen nicht umgesetzt werden, betonte Yvonne Seufert. Der Rat stimmte schließlich einstimmig dafür, die Umfrage unter den Eltern zu starten.

Trauungen weiter möglich

Die 2. Bürgermeisterin Sybille Büttner gab zum Schluss des öffentlichen Teils der Sitzung bekannt, dass die Verwaltungsgemeinschaft Maßbach ihr Standesamt auflöst. In Zukunft ist dann das Standesamt in Münnerstadt zuständig. Auch mit den Städten Schweinfurt und Bad Kissingen sei verhandelt worden. Münnerstadt habe das weitaus kostengünstigste Angebot gemacht. Die Stadt verlangt nur 2,50 Euro pro Bürger und Jahr, die Konkurrenz war um einiges teurer. Ein wichtiges Argument für die kleine Nachbarstadt sei darüber hinaus neben der schnellen Erreichbarkeit auch die Parksituation gewesen. Hier finde man schnell in Rathausnähe einen kostenlosen Parkplatz.

Sybille Büttner vergaß auch nicht, dass Trauungen weiterhin in den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft stattfinden können. Vor wenigen Tagen wurden in der Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft Fridolin Zehner und Sybille Büttner als Standesbeamte bestellt.