Vogel dachte gerne an seine erste Klassenleiterin, Irmingard Hellmer, zurück und auch an die Handstände auf dem Tisch des Physiklehrers Karl-Otto Lettmaier. Heinz Bauerfeind, mittlerweile pensionierter Mathelehrer und langjähriger Computerbetreuer, zeigte die Entwicklung der informationstechnischen Ausrüstung von den einfachsten Anfängen mit Lochkarten bis zu den heutigen hochmodernen Computerräumen auf, und auch die ehemaligen Schülersprecher Jan Batzner und Laura Blum wussten Erheiterndes und eher Peinliches aus ihrem Schulleben zu berichten.
Intelligenz fürs Städtchen
Das Mittelstufentheater zeigte Szenen aus der Schulgeschichte. Friedrich Rückert träumt im Jahre 1819 von einer Schule, "die etwas Intelligenz in dieses Städtchen zu bringen vermag". Was aus diesem Traum wurde, erzeugte Lachsalven und tosenden Applaus, vor allem die Szene, in der eine gewisse Frau Schneider ihren Sohn Wilhelm in der Schule anmeldet und sich wünscht, dass aus ihm alles, bloß kein Politiker werden solle.
Nach einer weiteren Gesprächsrunde, unter anderen mit den früheren Schulleitern Kilian Popp und Klauspeter Schmidt und der Darbietung der Bohemian Rhapsody von Queen, gab es dann bei einem kleinen Sektempfang noch viel zu erzählen und sogar erste Ausblicke auf den 50. Geburtstag des neuen Schulgebäudes wurden gewagt.
Das Schulfest am folgenden Tag bot einiges: einen tollen Rahmen für Klassentreffen früherer Schülerjahrgänge, Rundgänge durchs Haus, Einblicke in den früheren Lateinunterricht und in das Leben einer Bildungseinrichtung am Puls der Zeit, gute Musik und Theaterspiel (unter anderem auch durch die für diesen Anlass wiederbelebte Improtheatergruppe des FRG), kreative Bildungs- und Verpflegungsangebote der aktuellen Schulklassen, ein Fußballturnier und Bewegungsangebote sowie einige liebevoll vorbereitete Ausstellungen.
Kunst zum Mitnehmen
Eine Schau in der Aula dokumentierte die 50-jährige Geschichte der Schule, auch wie es zur Namensgebung (Friedrich-Rückert-Gymnasium) kam und sie zeigte auf, wie sich in einigen Jahren der Neubau präsentieren wird. Die Arbeiten haben bereits begonnen und sollen - in zwei Schritten - spätestens bis zum nächsten "runden Geburtstag" der Schule - dem 55. nämlich - komplett abgeschlossen sein. Diese Ausstellung will Schulleiter Martin Pöhner dem Bürgerverein anbieten. Womöglich wird sie also demnächst nochmals in Räumen der xaver-mayr-galerie oder an anderer Stelle zu sehen sein.
Sehenswerte Arbeiten aus dem Kunstunterricht der vergangenen Jahrzehnte - das älteste Werkstück datiert von 1987 - hat Kunsterzieherin Christine Braun aus dem Archiv gekramt. Sie waren in einer Ausstellung zu sehen, auch mit der Einladung an die "Künstler von einst", ihre teilweise aufwendigen Werke mit nach Hause zu nehmen. Dieser Kunstschatz ist für Interessenten auch in den kommenden Tagen noch im Fachtrakt der Schule zu sehen. Wer also eine eigene Arbeit entdeckt, kann sich gerne mit Oberstudienrätin Braun in Verbindung setzen, um das Erinnerungsstück mit nach Hause zu entführen. rh/eki