von unserem Mitarbeiter Günther Geiling

Ebelsbach — Im Mittelpunkt der Jahresschluss-Sitzung des Gemeinderates Ebelsbach stand der Rückblick von Bürgermeister Walter Ziegler (BNL) sowie die Auszeichnung von verdienten Gemeinderatsmitgliedern: Helmut Zirnsak gehört seit 1996 dem Gemeinderat an und war in der letzten Wahlperiode Zweiter Bürgermeister. Er erhielt ebenso die Dankurkunde des Freistaates Bayern wie Martin Virnekäs, der 1996 Ortssprecher von Schönbach wurde und 2002 Gemeinderat (bis Frühjahr 2014).
Im Vorfeld ging es unter anderem um die Planungen des Golfclubs Haßberge, der einen Vier-Loch-Kurzgolfplatz südwestlich des bestehenden Clubhauses errichten will. Die geplanten vier Bahnen haben eine Länge zwischen 40 und 70 Meter, wobei das Grünland seinen Charakter weitestgehend behalten soll. Es sollen vier "Greens" (Zielbereiche), vereinzelte Sandbunker und Steinquader eingebracht und um das Gelände Ballfangschutzzäune in Höhen von einem bis vier Meter aufgestellt werden. Dabei werde auch das Naturschutzgebiet betroffen. Der Gemeinderat sprach sich jedoch dafür aus, dem Antrag auf Vorbescheid das Einvernehmen zu erteilen.
Bürgermeister Walter Ziegler blickte mit einer Foto-Präsentation auf das zu Ende gehende Jahr, das ein gutes Jahr gewesen sei, was den Finanzhaushalt angehe. "Es war ohne Zweifel eines der besten Jahre in meiner zwölfjährigen Amtszeit und entwickelte sich besser als in der Planung vorgesehen", betonte er.
Im Bereich der Kindergärten erwähnte er den Abschluss der Sanierung des evangelischen Kindergartens mit Kinderkrippe. Auch im katholischen Magdalenen-Kindergarten habe man eine neue Gruppe "Kinder unter dem Regenbogen" übergeben. Ein Einschnitt sei auch bei der Grundschule Ebelsbach erfolgt, denn nach 20 Jahren Unterbringung im Schloss Gleisenau seien die Klassen von dort wieder in die Schulräume an der Oberen Heuernte umgezogen. Das Schloss stehe nun leer und man müsse sich im nächsten Jahr Gedanken darüber machen, was mit dem Schloss geschehen solle.
Das Pfingsthochwasser habe zu einigen Problemen an den Bachläufen in Ebelsbach und in Steinbach geführt. In Steinbach sei viel Wasser aus der Forststraße und aus Richtung Golfplatz gekommen. In Absprache mit dem Landkreis habe man in der Ortsdurchfahrt Richtung Schönbach deswegen die Bordsteine an einigen Stellen abgesenkt, damit das Wasser aus dem Straßenraum abfließen kann.
In Ebelsbach habe es einer größeren Maßnahme hinter dem Bürgerzentrum mit viel Bodenbewegung bedurft, so dass man nun wieder für die nächsten 20 Jahre Ruhe haben sollte.
Auch bei den Feuerwehren habe sich einiges bewegt. So habe die FFW Schönbrunn ein neues Feuerwehrauto erhalten. In diesem Zusammenhang stellte der Bürgermeister das Engagement des Feuerwehrvereins heraus, der zu diesem Ankauf selbst 20 000 Euro beigesteuert habe, neben einigen Spenden aus der Bevölkerung. Mit Schönbach sei erstmals eine Ortsteilgruppe in die FFW Ebelsbach integriert worden. Schönbach werde somit von der Wehr in Ebelsbach mit organisiert. Auch ein neuer Mannschaftswagen sei angeschafft worden.
Eine weitere Zäsur sei auch der Abschluss der Flurbereinigung in Ebelsbach, wobei er dem örtlichen Vorsitzenden Josef Zehendner für seine Arbeit dankte. Sichtlich zufrieden zeigte er sich auch mit den Baumaßnahmen im Gewerbegebiet, wo Läden wie NKD, Rossmann, Kik oder Handymani ihre Tore öffneten.
Bei seinem Blick auf das nächste Jahr stellte er die Sanierung der Hausanschlüsse in Rudendorf heraus, was immerhin eine Summe von 230 000 Euro verschlinge. Auf dem Plan stehe auch die Versorgung der Bürger mit schnellem Internet. In Ebelsbach seien ja schon 80 bis 90 Prozent versorgt, den Rest wolle die Telekom unentgeltlich ergänzen. Man sei nun gespannt, was die Ausschreibungen für die Ortsteile ergeben und wer dann den Zuschlag bekomme.
Bürgermeister Walter Ziegler bedankte sich bei allen Gemeinderäten, auch wenn die Irrungen des Wahlkampfes noch etwas nachwirken würden. So gab es auch zu Beginn der Sitzung einen kleinen Disput zwischen dem Bürgermeister und Gemeinderat Christian Zehendner (CSU), weil entgegen der Ankündigung in einer vorangegangenen Sitzung doch nicht mit allen Grundstücksbesitzern gesprochen worden war. Auch im Protokoll sei dies so gestanden, was der Bürgermeister als nicht richtig dargestellt beurteilte.