Am Volkstrauertag entfiel dieses Jahr coronabedingt die größere Feier, die sonst die Gemeinde Litzendorf und der Sozialverband VdK gemeinsam veranstalteten. So nahmen auch die Fahnenabordnungen des VdK, der Reservisten und der Feuerwehren nicht mit Fahnen und Uniformen, sondern zivil an der Gedenkveranstaltung in der Litzendorfer Kirche St. Wenzeslaus teil. Bürgermeister Wolfgang Möhrlein (CSU) gedachte der vielen Toten der Gemeinde und weltweit, die ihr Leben in den beiden Weltkriegen und durch den Nationalsozialismus lassen mussten. "Ich möchte aber auch an den Frieden erinnern, den wir nun schon 75 Jahre haben und auffordern, sich dafür einzusetzen", sagte der Bürgermeister.

Pfarrer Marianus Schramm hatte vorher einen Gedenkgottesdienst für die Gefallenen und Vermissten der Weltkriege gehalten. In seiner Predigt verwies er auf die vielen Kriege weltweit, aktuell etwa in der Ukraine. Anschließend segnete er das neue Kreuz für das Gebeinhaus, das der Melkendorfer Künstler Dietmar Dorscht geschnitzt hatte. Pfarrer Schramm und Pfarrerin Kerstin Kowalski von der Auferstehungskirche Bamberg forderten zu Solidarität der Menschen untereinander auf.