Die Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" endete 2020 Jahr erneut mit einem Rekord: Rund 73 600 Menschen bewegte die Mitmach-Aktion in Bayern - das sind über 3000 Radler mehr als im Jahr zuvor, so viele wie noch nie.

In der Region Coburg, Kronach und Lichtenfels nahmen insgesamt über 1200 Beschäftigte aus 260 verschiedenen Betrieben an der Aktion teil. Die Teilnehmerzahl stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent. Nach Abschluss der Aktion wurden die Gewinner ermittelt. Den regionalen Hauptpreis, ein Fahrrad, gewann Nadine Schirmer aus Neustadt bei Coburg. Sie fuhr über 20-mal fünf Kilometer von Haarbrücken zu ihrer Arbeitsstätte, der Stadtverwaltung in Neustadt bei Coburg, und zurück: "Das Radeln ist für mich eine gute Motivation, mehr Bewegung in meinen Alltag zu bringen", sagte die stolze Gewinnerin bei der Übergabe des Hauptpreises vor der AOK-Direktion Coburg.

Ebenfalls freuen konnten sich weitere neun Gewinnerinnen und Gewinner aus der Region über Preise rund ums Fahrrad: Ewa Bartosz (Rödental), Mario Rudolph (Burgkunstadt), Stefan Klebeg (Coburg), Thomas Geyer (Coburg), Sebastian Scholz (Untersiemau), Dominik Funk (Weitramsdorf), Ute Haaße (Untersiemau), Birgit Zschach (Neustadt) und Thomas Kremer (Ebensfeld).

Die Gewinne werden wie jedes Jahr von Unternehmen gestiftet und sind nicht aus Beiträgen finanziert. "Obwohl durch Corona für viele der Arbeitsweg als Fitness-Strecke ganz oder tageweise weggefallen ist, konnten wir die Mitmach-Aktion mit einem leicht modifizierten Regelwerk durchführen", erklärte der Coburger AOK-Direktor Christian Grebner. "Wir haben auf die besonderen Umstände reagiert und bereits Eintragungen in die Radkalender ab Mai statt erst ab dem offiziellen Starttermin im Juni akzeptiert sowie Fahrten rund um das Homeoffice mitgezählt."

"Das Fahrrad ist ein Gewinner der Pandemie", sagte Marita Nehring vom ADFC. Sie hoffe, dass dies auch so bleibt. Weiter merkte Nehring kritisch an, die Stadt Coburg habe jedoch in Sachen In­frastruktur einen Nachholbedarf. "Wir müssen alles daran setzen, das Rad mehr ins Bewusstsein der Bürger zu bringen", betonte Nehring. "Es stinkt nicht und ist nicht laut." Der DGB lege großen Wert auf die Gesundheit der Beschäftigten, und so eine Aktion motiviere, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, betonte DGB-Regionsgeschäftsführer Mathias Eckardt. Der DGB Bayern und die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft unterstützen die gemeinsame Initiative von ADFC und AOK im Freistaat. Beide Partner sind von Anfang an dabei. Die vbw fördert die Initiative finanziell. Melanie Huml, die frühere bayerische Gesundheitsministerin, ist die Schirmherrin der Aktion. des