Längst überfällig war die Staatliche Ehrung der Feuerwehrfrauen und -männer der Wehren im Stadtgebiet. Letztmalig vor drei Jahren vorgenommen, verhinderte das Coronavirus immer wieder eine Würdigung derer, die sie wahrhaftig verdienen. In der Aula der Grundschule am Mönchsturm nahmen jetzt 28 langjährige Feuerwehrleute das Ehrenzeichen entgegen.

Bürgermeister Armin Warmuth, der die Grüße der Stadt und des Rates überbrachte, stattete den ersten Dank an die ab, "die Jahrzehnte und zu jeder Uhrzeit" einsatzbereit sind. Hinzu komme sich technisch und gesellschaftlich, neuen Herausforderungen zu stellen, was einen höheren Leistungsstandard bringe. Die jüngsten Ereignisse im Auge - darunter die Großbrände bei der Wohnungsbaugenossenschaft - zeige die Unentbehrlichkeit der Wehren in der Stadt.

Insgesamt elf Feuerwehren im Stadtgebiet benötigen für ihren Dienst Technik auf dem Stand der Zeit wie auch deren Unterbringung. Hier ist die Kommune in der Pflicht. Eine Drehleiter, ein Wechsellader-Fahrzeug, drei neue Feuerwehrhäuser und zwei bestellte Mannschaftstransporter schlagen beim Hammelburger Kämmerer zu Buche. "Wir haben hohe Investitionen vor der Brust, doch Material ist nicht alles. Wir brauchen vor allem Women- und Men-Power. Und da können wir uns auf unsere Feuerwehren verlassen", so Warmuth.

Ein regelrechtes Feuerwehr-Wochenende absolvierte Landrat Thomas Bold, der bereits die Ehrungen für 25 und 40 Jahre Dienst in Bad Kissingen und Fuchsstadt vorgenommen hatte. "Es ist mehr als angebracht, diese Ehrung auszusprechen, denn ohne die Wehren würde vieles nicht funktionieren", betonte er in Erinnerung an den Waldbrand in Fuchsstadt-Langendorf und die Brände im Stadtgebiet Hammelburg. Sein Dank galt hier auch den flankierenden Institutionen wie dem Roten Kreuz, dem THW, der Bergwacht und anderen.

Drohnen, die Glutnester aufspüren, sind moderne Einsatzmittel, die viel Geld kosten. "Aber wenn sie ein Menschenleben retten, sind sie mehr wert als Geld", bekräftigte er. Dankesworte galten der Kreisfeuerwehrführung, die unter anderem die Ausbildung begleitet und den Partnern der Aktiven und den Arbeitgebern. "Was die Feuerwehr leistet, ist auch ein Stück Lebensqualität", unterstrich der Landrat.

Kreisbrandrat Benno Metz sah das Motto der Aktionswochen - "Helfen ist Trumpf" - getroffen. Die Wehren seien neben ihrer angestammten Aufgabe ebenso in vielen gesellschaftlichen Aktivitäten gefragt. Zupacken und Machen der Wehrleute sind auch hier willkommen. Was die Einsatzausrüstung angeht, galt sein Dank den Kommunen. "Die Stadt Hammelburg ist in diesem Rahmen an so vielen Projekten tätig wie keine andere", lobte Metz. Sein "Dankeschön" galt auch dem Landkreis. Bold, Warmuth, Metz und Kreisbrandmeister Elmar Eisenmann überreichten die Staatlichen Ehrenzeichen, die Urkunden und Präsente der Stadt. Die Laufbahn der Gewürdigten in der Feuerwehr skizzierten die jeweiligen Kommandanten.

Für 40 Jahre aktiven Dienst nahmen die folgenden Personen das Ehrenzeichen entgegen: Jürgen Mathes und Martin Fink (beide FFW Diebach), Ehrenkommandant Manfred Brönner (FFW Pfaffenhausen), Kommandant und Vorsitzender Herbert Lutz und Harald Schmitt (beide FFW Morlesau), Guido Meder (Obereschenbach), Rainer Herterich und Johannes Scherpf (FFW Westheim), Edgar Balling, Siegbert Göbel, Norbert Pfeuffer sowie Anton und Berthold Schmittroth (alle FFW Gauaschach) und Josef Stein (FFW Feuerthal).

Das Ehrenzeichen für ein Vierteljahrhundert Einsatzbereitschaft erhielten Tino Fachinger, Steffen Müller und Tobias Fischer (alle FFW Diebach), Mario Doschko und Martin Rügemer (FFW Morlesau), Martin Hofmann und Alexander Meder (beide FFW Obereschenbach), Kommandant Wilfried Hahn und Stefan Müller (FFW Westheim), Peter Heim und Bernd Schaupp (FFW Gauaschach), Stefan Herrlein und Michael Schneider (FFW Obererthal) sowie Roswitha Giese (FFW Feuerthal). Der abschließende Dank von Bürgermeister Warmuth galt der Kreisfeuerwehrführung und den im Feuerwehrdienst erfahrenen Stadt-Angestellten Manuel Wurst und Kevin Radler, die die Veranstaltung organisiert hatten. heg