Die Gemeinde Harsdorf lässt sich die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf die ebenso energiesparende wie effiziente LED-Technik etwas kosten. In der Sitzung am Dienstagabend gab der Gemeinderat sprichwörtlich grünes Licht für eine Reihe von Maßnahmen mit einem Kostenumfang von 42 307 Euro. Darin enthalten sind auch neue Straßenlampen im Tulpenweg und in der Blumenstraße für 25 590 Euro. Wie Bürgermeister Günther Hübner (CSU) aufzeigte, seien noch knapp 30 000 Euro notwendig, um auch den restlichen Gemeindebereich von Harsdorf auf LED umzurüsten. Diese Entscheidung wurde vorerst auf das nächste Haushaltsjahr zurückgestellt.

Einstimmig festgelegt wurde der Bauumfang für das neue Feuerwehrgerätehaus am Festplatz. Gegenüber der bisher bekannten Planung gibt es nur noch kleine Änderungen. So werden die Richtung der Außentreppe geändert und zwei Fenster in der Werkstatt eingebaut. Auf Empfehlung der Regierung von Oberfranken und von Kreisbrandrat Stefan Härtlein wird noch ein zweiter Stellplatz eingeplant. Einig war man sich im Gemeinderat auch darüber, den späteren Ausbau des Obergeschosses mit zu berücksichtigen. "Lediglich das Treppenhaus muss bereits fertiggestellt werden", so Hübner. Die Feuerwehr bekomme ein zeitgemäßes Gerätehaus. "Wir müssen uns aber darauf einstellen, dass das Projekt über zwei, drei Haushaltsjahre läuft. Jedem ist bewusst, dass die finanzielle Belastung enorm ist."

Ja trotz Schmerzen

Für wichtig hielt der Bürgermeister eine ständige Kostenkontrolle. Die Mehrkosten für den zweiten Stellplatz bezifferte er auf 90 000 Euro (abzüglich eines Zuschusses von 57 000 Euro), der Ausbau des Obergeschosses sei mit 120 000 Euro veranschlagt.

Stefan Holzheu (SPD) meinte, dass ihm die Mehrkosten Bauchschmerzen bereiten, weil man nicht wisse, wie sich die Gemeindefinanzen in den nächsten beiden Jahren entwickeln werden. Am Ende signalisierte aber auch er seine Zustimmung.

In einem Grundsatzbeschluss sprach sich der Gemeinderat für einen Belagwechsel bei den innerörtlichen Gehwegen aus. Auslöser dafür ist der derzeitige DSL-Ausbau. Zunächst wird die Gemeinde für 8000 Euro Pflastersteine kaufen, die bereits im Ortsteil Sandreuth Verwendung fanden.

Ein weiteres Thema waren die Ergänzungsmaßnahmen an den Kinderspielplätzen in der Schulstraße und im Eichenweg. Für Neuanschaffungen hatten der Förderverein und der SPD-Ortsverein Spenden in Aussicht gestellt, im Haushalt sind 2000 Euro eingeplant. Zunächst sollen Angebote für Spielgeräte eingeholt werden. Stefan Holzheu bot an, sich hier mit einzubringen.

Das Gremium beschäftigte sich ferner mit einem neuen Baugebiet in Richtung Sandreuth, einem Konzept für die Dorfentwicklung und einem Antrag zur Änderung des Regionalplans "Teil Windkraft", der gemeinsam mit der Klimaschutzerklärung des Gemeinderats in Kürze beschlossen werden soll.

Bahn lehnt Pressung ab

Günther Hübner ging kurz auf die derzeit laufende Ertüchtigung der Wasserversorgungsanlage von Harsdorf ein. Für den Anschluss an die Fernwasserversorgung Oberfranken müsse eine Planänderung vorgenommen werden. Der Grund: "Eine Pressung unter einer Schienenweiche ist bei der Bahn ein absolutes No go."

Auf Zustimmung stieß eine Resolution der Nachbargemeinde Neudrossenfeld zur Bildung einer siebten Klasse im Schuljahr 2021/22 an der Friedrich-von-Ellrodt-Schule. Wie Bürgermeister Hübner feststellte, sei dies ein erklärter Elternwille. Sein Stellvertreter Manfred Zapf (CSU) pflichtete ihm bei: "Wir müssen Neudrossenfeld dabei einfach unterstützen."