In der Stadt Coburg wird ein Sharingsystem mit Elektroautos etabliert. Abhängig von einer Förderung sollen zwei E-Autos oder bei staatlicher Beteiligung an den Kosten vier E-Autos und einige Lastenfahrräder mit Zusatzantrieb im Stadtgebiet stationiert werden. Dazu soll der Verkehrsbetrieb der städtischen Werke zu einem umfassenden Anbieter von Mobilität erweitert werden, hieß es am Mittwoch in der Sitzung des Senats für Klimaschutz, Mobilität und Energie.

4,7 Millionen Fahrgäste befördern die Stadtbusse jedes Jahr, erklärte ÖPNV-Beauftragte Marita Nehring. Ein Fünftel davon besitzt kein Auto. Um auch ohne eigenen Pkw größere Lasten transportieren zu können, biete sich Carsharing an. Bei einer Jahresfahrleistung unter 10 000 Kilometern ist nach ihren Worten "Carsharing die wirtschaftlichere Nutzung", zusätzlich zur Umweltentlastung.

Modular implementieren

Gibt es keine Zuschüsse, werden ein E-Auto in der Innenstadt und eines im Thüringer Viertel stationiert. Vorzugsweise soll das bei einer Trafostation der SÜC passieren. Die Kosten dafür betragen rund 46 000 Euro im Jahr. Gibt es Zuschüsse, startet das Projekt mit vier Fahrzeugen - zwei davon in der Innenstadt und je eines im Thüringer Viertel und im Demo. Zusätzlich soll es dann noch Lastenfahrräder geben. Die Kosten betragen bei dieser Variante 85 000 Euro. Ungeteilte Zustimmung gab es aus allen Stadtratsfraktionen.

Kostendeckendes Carsharing gibt es in Coburg seit über 25 Jahren für Vereinsmitglieder, von Autoparat ausschließlich für seine Vereinsmitglieder betrieben. cw