Die Feuerwehr Altdrossenfeld ist ein wichtiger Partner der Stützpunktwehr Neudrossenfeld. Sie kooperiert mit ihr, hat dementsprechend viel zu tun. Im Jahr 2019 summierte sich das auf 56 Einsätze, davon allein 28 Brände und 20 technische Hilfeleistungen, sagte Kommandant Christian Szam bei der Hauptversammlung im Landhotel Schnupp. "Vor einigen Jahren standen wir knapp vor der Auflösung, jetzt haben wir 25 Aktive, das ist eine tolle Entwicklung."

Als schwierigste Aufgabe bezeichnete er den Großbrand in Menchau, wo man 18 Stunden gefordert gewesen sei: "Das war schon hart, da haben sich die regelmäßigen Übungen vorher gelohnt." Ihn freute auch, dass Klaus Waldmann und Martin Ködel den Lehrgang zum Gerätewart und Yvonne Häußinger den Gruppenleiterlehrgang erfolgreich bestanden haben. Ein Lob spendete er noch seinen Feuerwehrleuten, die er als echtes Team bezeichnete.

Dem schloss sich Vorsitzender Jürgen Hüther an: "Wir alle sind für den Verein pro Woche mindestens einmal unterwegs." Als anspruchsvollste Aufgabe nannte er im Rückblick die Durchführung der gemeindlichen Mai-Feier, außerdem gab es neben den Festbesuchen eine Winterwanderung und ein Heringsessen. Beides soll auch heuer wieder der Fall sein.

Einen Schwerpunkt will er auf die Werbung neuer Aktiver legen, mit der Mitgliederzahl von 83 zeigte sich Hüther zufrieden.

Neu zu besetzen war der Posten des Schriftführers. Mit Saskia Seuß und Martin Ködel stellten sich gleich zwei Bewerber zur geheimen Wahl. Die meisten Stimmen bekam Ködel, der sich für das Vertrauen bedankte.

Geschlossen sprach sich die Versammlung für eine Erhöhung des jährlichen Mitgliedsbeitrages von zwölf auf 24 Euro aus. Hüther begründete den Antrag damit, dass seit Einführung des Euro vor 18 Jahren keine Anpassung mehr erfolgt sei. Das nahm auch Kassier Horst Ködel wohlwollend zur Kenntnis, der eine sichere finanzielle Basis bescheinigte.

Ein neues Ehrenmitglied hat jetzt die Wehr auch: Heinz Kirschner, seit 1978 Mitglied und seit 1983 im Vorstand, hat sich vor allem als Sponsor und Förderer einen Namen gemacht. "Du bist für diese Auszeichnung der richtige Mann", sagte Hüther, als er die Urkunde überreichte.

Die Wehrleute freuten sich sehr über die Anwesenheit von Kreisbrandrat Stefan Härtlein, obwohl es keine staatlichen Ehrungen gab. Der Feuerwehrboss nutzte die Gelegenheit, allen Aktiven im Landkreis Kulmbach für ihre Einsatzbereitschaft zu danken. "Wir haben eine große Man-Power, die sich im heißen Sommer 2019 bei den Flächenbränden bewährte und die optimal gelöscht werden konnten. Dabei hätten auch die Ortskenntnisse kleiner Wehren geholfen", sagte Härtlein.

Für Bürgermeister Harald Hübner haben sich die Altdrossenfelder zu einer verlässlichen, starken Vorzeigewehr entwickelt, ein Tanklöschfahrzeug für sie sei angedacht. Horst Wunner