Bisher versorgten sich Drosendorf und Schnaid selbst mit Trinkwasser. Künftig werden sie vom Zweckverband zur Wasserversorgung (ZWE) versorgt, beschloss der ZWE.
Hallerndorf muss vorher noch Leitungen vom Hochbehälter Stiebarlimbach nach Schnaid und auf den Kreuzberg legen und eine Druckerhöhungsanlage im Hochbehälter installieren. Da der Landkreis Forchheim die Ortsdurchfahrt in Schnaid saniert, werden dabei die Leitungen mit Hausanschlüssen und Armaturen erneuert. Das kostet 456 000 Euro, die Eigentümer der Schnaider Grundstücke als Verbesserungsbeiträge zahlen müssen.
In Drosendorf bestehen die Wasserleitungen bereits aus PVC. Die Sanierungsmaßnahmen beschränken sich auf den Quellsammelschacht und den Hochbehälter, dessen Wasserkammern neu mit Edelstahl ausgekleidet werden. Außerdem erhält der Hochbehälter eine UV-Filtration und eine UV-Desinfektion.
Hier soll die Quelle erhalten bleiben. "Hier sind die Verhältnisse einfacher als bei der Quelle in Schnaid", erklärte Claus Schwarzmann, Bürgermeister von Eggolsheim und Vorsitzender des ZWE. Sobald der Landkreis die Feuersteinstraße in Drosendorf saniert, werden die Schieber, Hydranten und Hausanschlüsse dort ebenfalls vom Markt Eggolsheim saniert und von den Grundstückseigentümern über Verbesserungsbeiträge finanziert.
Nach Anschluss von Schnaid wolle der ZWE die Kosten für die Sanierung des restlichen Ortsnetzes übernehmen, sagt Schwarzmann.


Vertraglich gebunden?

Peter Eismann erinnerte, dass es eine Vereinbarung zwischen Drosendorf und Eggolsheim von 1972 gebe, in der den Drosendorfern der Erhalt der eigenen Trinkwasserversorgung zugesichert wird: "Ein eventueller Anschluss von Drosendorf an den Wasserversorgungszweckverband Eggolsheimer Gruppe darf nur im Einvernehmen mit den zukünftigen gemeindlichen Vertretern aus Drosendorf und der Mehrheit der betroffenen Gemeindebürger erfolgen." Schwarzmann will die Rechtslage vom Landratsamt prüfen lassen.