Die Eckpunkte für den Haushalt 2021 stehen. Bürgermeister Günther Hübner (CSU) teilte in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit, dass der Schuldenstand der Gemeinde bei rund 660 000 Euro liegt. Das entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 687 Euro.

Was den Verwaltungshaushalt angeht, bleiben die wesentlichen Einnahmen und Ausgaben gegenüber dem Vorjahr weitgehend gleich. Eine Steigerung wird bei den Betriebskosten erwartet. Wie Hübner zu verstehen gab, werde man auf jeden Fall die erforderliche Mindestzuführung zum Vermögenshaushalt erreichen.

Bei den Investitionen ist laut Bürgermeister eine Nachrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED geplant. Im Zuge des Kanalbaus im Tulpenweg und in der Blumenstraße sei auch eine Erneuerung der Straßenbeleuchtung notwendig.

Erfreulich für die Gemeinde Harsdorf: Aus dem KIP-Förderprogramm fließt für das Gemeindezentrum ein Restzuschuss von 92 000 Euro. Weiter erwähnte Hübner den Breitbandausbau, der die Gemeinde bei einer Förderquote von 90 Prozent aber nicht allzu sehr belastet.

Ein langgehegter Wunsch der Feuerwehr Harsdorf soll noch in diesem Jahr Wirklichkeit werden, denn für die Bodenplatte des neuen Gerätehauses werden rund 250 000 Euro eingeplant. Das bisherige Ziel, jährlich das gemeindliche Straßennetz weiter auf Vordermann zu bringen, soll mit einem Haushaltsansatz von maximal 30 000 Euro erreicht werden. Der Bürgermeister betonte, dass die drei Großbaustellen der Kommune finanziell und organisatorisch viel abverlangen werden. "Auch ich bin sehr gespannt, wie wir diese finanziellen Herausforderungen in unsere Haushalte 2021 und 2022 unterbringen werden." Allein für die Wasserversorgung müssten 2,3 Millionen Euro aufgebracht werden, hinzu kämen 1,2 Millionen für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses und 600 000 Euro für den Kanalbau.

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab Günther Hübner bekannt, dass der Auftrag für die Sanierung des Hochbehälters am TSV-Sportplatz an die Gerhard Wich Bautenschutz GmbH in Marktrodach erfolgt ist. Den Auftrag für die Sanierung der Druckrohrleitung und Elektroinstallation am Pumpwerk Sandreuther Weg erhielt die Firma PST aus Nürnberg. Im Detail wurden noch die drei Projekte aus dem Regionalbudget der Integrierten Ländlichen Entwicklung festgelegt: Rampe an der Aussegnungshalle, Medienausstattung für den Saal in der "Tanne" und Ausstattung für das Bräuhaus.

Kenntnis nahm der Gemeinderat von einer Genehmigungsfreistellung für einen Wohnhausneubau in der "Unteren Weinleite" in Zettmeisel. Keine Einwände wurde gegen den Bebauungsplan "Maintalstraße II" der Nachbargemeinde Himmelkron erhoben.

Auf Antrag des Tierschutzvereins Kulmbach und Umgebung wird die Gemeinde Harsdorf auch für das Jahr 2021 die Honorierung der Fundtierversorgung mit einem Pauschalbetrag von 50 Cent pro Einwohner übernehmen.

Vorrangflächen für Windenergie

Für die Mai-Sitzung kündigte Bürgermeister Günther Hübner an, über die Vorrangflächen für Windenergie im "Laitscher Staatsforst" zu diskutieren. Stefan Holzheu (SPD) will den Punkt auch in seine Klimaschutzerklärung aufnehmen, die er ebenfalls im Mai vorlegen wird. Rei.