Drei Baugrundstücke in Unterleinleiter sollen über ein weiteres schon bebautes Areal an das öffentliche Kanalnetz angebunden werden. Das Problem dabei: Der Kanal, der zu diesem Grundstück führt, ist verdrückt, weshalb sich der Fließquerschnitt bereits um circa 20 Prozent verringert hat.

Der vorhandene Anschluss ist nicht ausreichend. Deshalb muss ein neuer größerer Kanal verlegt werden. Daher beschloss der Gemeinderat nach Diskussion einstimmig, Angebote zur Kanalerneuerung einzuholen. Die Herstellungskosten für den Hausanschluss eines Grundstücks muss der Grundstücksbesitzer wegen Überlänge der Leitung übernehmen.

Weiterhin beschloss der Rat bei zwei Gegenstimmen, dass bei Pachtneuverträgen für gemeindliche Grundstücke in Wohngebieten der Pachtzins für 50 Quadratmeter analog dem Berechnungsmodell der Stadt Ebermannstadt auf 133,50 Euro jährlich festgesetzt wird. Der Bürgermeister kann im Einzelfall jedoch einen anderen Pachtzins festlegen. Außerdem wird eine jährliche Mindestpacht in Höhe von 20 Euro eingeführt.

Aus der nichtöffentlichen Sitzung berichtete Bürgermeister Alwin Gebhardt (DWV), dass die Gemeinde das Inventar des "Laderer Dorfladens" in Höhe von 22 195 Euro erworben hat. Die Kostenbeteiligung der Gemeinde für den Neubau des Kindergartens Unterleinleiter wurde auf 421 700 Euro erhöht.

Die wegen Baufälligkeit gesperrte Holzbrücke über die Leinleiter zum Sportplatz soll nun erneuert werden. Dazu sollen die Kosten für drei Varianten eingeholt und mit dem Wasserwirtschaftsamt die Machbarkeit abgeklärt werden. Möglich wäre wieder eine Holzbauweise, die aber nur rund 20 Jahre hält. Weitere Lösungen wären Stahlträger kombiniert mit Holz oder eine Betonträgerbrücke, die laut dem Hollfelder Architekten Hartmut Schmitt am längsten halten würde.

Die Bürgermeister-Linden

Was es auch nur in Unterleinleiter gibt, sind die sogenannten Bürgermeister-Linden, die für jeden ehemaligen Bürgermeister gepflanzt werden. Bei der Linde des verstorbenen Altbürgermeisters Fritz Wunder wurde nun aber festgestellt, dass diese einst auf dem Botzenberg auf dem Grund der Nachbargemeinde gepflanzt wurde. "Somit hat Altbürgermeister Fritz Wunder keine gültige Linde", stellte Gebhardt fest. Dies soll sich nun aber ändern, da oberhalb des Schützenhauses eine neue Bürgermeister-Wunder-Linde gepflanzt werden soll.

Ein Problem ist, dass der Friedhofsparkplatz gerade jetzt in der Pflanzzeit von Dauerparkern zugeparkt wird. "Das wurde bereits dem Ordnungsamt gemeldet, damit entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können", erläuterte Gebhardt.