Das Schwimmbad ist ein echtes Plus für Thurnau. Um die Freizeiteinrichtung zukunftsfähig zu machen, will der Markt gleich zwei Förderprogramme anzapfen. So entschieden sich die Gemeinderäte am Montagabend in der Turnhalle für die Teilnahme am Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur. Bis zu 700 000 Euro können über das Bundesprogramm abgerufen werden.

Außerdem möchte der Markt Thurnau am Förderprogramm des Freistaats Bayern für Schwimmbadförderung teilnehmen. Dies geht aber nur, wenn aus der umfassenden Sanierung zwei Projekte gemacht werden, erläuterte Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) die Details.

Neue Plane

Der Freistaat Bayern gewährt einen Zuschuss von 55 Prozent. Für dieses Förderprogramm soll der Austausch der Plane als Einzelmaßnahme angemeldet werden. Martin Bernreuther rechnet mit einer Investition von rund 395 000 Euro. Damit würde auf den Markt ein Anteil von 177 840 Euro entfallen.

Für das Bundesförderprogramm wird die vorgeschriebene Änderung der Durchströmung angestrebt. "Die Längsdurchströmung, wie wir sie jetzt haben, ist nicht mehr zulässig", erklärte der Bürgermeister.

Doch eine Änderung der Richtung sei nicht einfach betonte Bernreuther. Denn bei einer Querdurchströmung müssten die Wände des Schwimmbeckens begradigt werden. Damit aber würde die mögliche Förderkulisse ums Doppelte überschritten.

Als Alternative prüfen die Planer jetzt die Idee, eine Durchströmung von beiden Längsseiten zu gewährleisten. Auch damit könne das Wasser schneller umgewälzt werden.

"Wir sollten uns diese Investition leisten", sprach sich Veit Pöhlmann (FDP) für die Mega-Investition aus. "Bei einem Invest von insgesamt 1,1 Millionen Euro sollte uns unser Bad einen Eigenanteil von 217 000 Euro wert sein", sagte Erwin Schneider (FW).

Eine "Super-Sache"

"Das ist eine Super-Sache", merkte Harald Unger (FW) an. Christian Schwarz (CSU) hielt die Doppelförderung und die Aufteilung der Sanierung auf zwei eigenständige Projekte für den "besten Kompromiss".

Einstimmig entschieden sich die Thurnauer Gemeinderäte für die Teilnahme an beiden Förderprogrammen.