Döllnitz — Zwölf Döllnitzer Kinder haben an den Marktgemeinderat einen Brief geschrieben und fordern darin einen Spielplatz. "Uns ist egal, wo der Spielplatz hinkommt, falls wir einen bekommen sollten", schreiben die Kinder. Genaue Vorstellungen allerdings haben sie von der Ausstattung: Sie möchten zwei Schaukeln, eine Wippe, eine Netzschaukel, zwei Tore, eine Rutsche, einen Sandkasten und ein Karussell.
Bürgermeister Bernd Steinhäuser gab zu bedenken, dass es in Döllnitz neben den elf Kindern, die unterschrieben haben, nur noch zwei weitere Kinder gibt. Allerdings wäre das Konzept das eines Kleinkinderspielplatzes. Wenn man die Altersklasse der Kinder betrachtet, wären nur sieben Kinder wirklich die Zielgruppe.
"Ich halte es nicht für zielführend, so viel Geld auszugeben", sagte Rainer Macht (CSU). "Man kann vielleicht was Kleineres machen, aber auf welchem Grundstück?", sagte Hans Lau.
"Vielleicht können die Eltern ja Grundstücksvorschläge machen", regte Norbert Groß (CSU) an. Auch die Kombination von Toren und einem Spielplatz funktioniere nicht.
Schließlich einigten sich die Räte, den Ball an die Eltern zurückzugeben. Denn der Markt Kasendorf verfüge im Bereich Döllnitz nicht über geeignete Grundstücke. Möglicherweise könne ein Privatmann sein Grundstück zur Verfügung stellen. so