Das Konzert der Künstlerin "Susal - die Partyhexe", das am Samstag, 10. Oktober, auf dem Gelände des Goldbergsees stattfinden soll, sorgte in der Sitzung des Marktgemeinderates bei der SPD für Missstimmung. Fraktionssprecher Dieter Zeidler hätte sich eine bessere und zeitnahe Einbindung des Gremiums in die Vorbereitungen zu diesem Event gewünscht. Seine Fraktion habe von dem Konzert aus den Medien erfahren.

Fraktionen waren informiert

Dieser Vorwurf ärgerte Bürgermeister Marc Benker (CSU). Er habe, so Benker, sofort nach der Zusage der Frontfrau der früheren Partyband "Isartaler Hexen", Susanne Franz, die Fraktionssprecher telefonisch informiert und von ihnen auch "grünes Licht" erhalten.

Benker wies auch Zeidlers Kritik zurück, er habe seine Kompetenzen überschritten, zumal es nach Meinung des SPD-Fraktionssprechers auch um finanzielle Angelegenheiten für den Markt Marktschorgast gehe. Benker stellte hierzu fest: "Es ist ein Gratis-Konzert der Künstlerin. Außer für eine Übernachtung mit Frühstück entstehen uns keine Kosten. Die Kompetenzen, die ich als Bürgermeister habe, wurden in keiner Weise überschritten." Benker weiter: "Mit dem Konzert wird unsere Marktgemeinde auch eine positive Außerwirkung erzielen. Das Grundgerüst für die Veranstaltung wurde mit allen Fraktionssprechern abgestimmt."

Während Dieter Zeidler beantragte, die weitere Beratung an den zuständigen Ausschuss im Marktgemeinderat zu verweisen, schlug Hans Tischhöfer (FW) vor, lediglich die Goldbergsee-Referenten in das weitere Vorgehen einzubinden.

Es geht um Recht, nicht um Optik

Zweite Bürgermeisterin Monika Müller (CSU) beendete schließlich die nicht enden wollende Diskussion mit den Worten: "Wir zerreden, was gut ist, und das, obwohl alles mit den Fraktionssprechern abgesprochen wurde." Die Kosten seien für die Gemeinde überschaubar, "und unsere Bürger freuen sich darauf. Sie wollen, dass endlich wieder was in unserer Gemeinde stattfindet." Weitere Beratungen beziehungsweise Entscheidungen zum Thema folgten danach nicht.

Für die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Garage auf einem Grundstück "Am Steinhügel" stimmte der Gemeinderat einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zu, dabei nicht nur hinsichtlich der Geschosszahl - es soll nur ein Erd- mit Dachgeschoss errichtet werden - sondern auch wegen der Dachneigung, einer Änderung des Kniestocks und des Garagenstandortes. Bürgermeister Benker verwies darauf, dass ein Grundstücksnachbar keine Unterschrift auf den Planunterlagen leistete: "Es ist in der Sache viel kommuniziert worden. Wir haben hier nicht über Fragen zur Optik zu entscheiden, sondern nur um die baurechtliche Zulässigkeit. Ich bin dafür, dass die Familie ihren Lebenstraum so verwirklichen kann, wie sie ihn sich vorstellt. Ich maße mir nicht an, was schön oder nicht schön ist." Die Sprecher der Fraktionen machten deutlich, dass der Bebauungsplan noch aus den 90er Jahren stammt. Damit sei klar, dass sich nach 30 Jahren auch der Baustil geändert habe. Ulrich Reinhardt (CSU), Hans Tischhöfer (FW) und Dieter Zeidler (SPD) kamen zum Ergebnis, dass die Grundzüge des Bebauungsplanes eingehalten werden und sahen keinen Grund, einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "Am Steinhügel" nicht zuzustimmen.

Geld für digitale Klassenzimmer

Benker gab bekannt, dass die rechtsaufsichtliche Würdigung und Genehmigung der Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnamen für den Haushaltsplan 2020 durch das Landratsamt Kulmbach erfolgt ist. Benker dankte besonders Kämmerer Christian Popp, dem es trotz der Corona-Pandemie mit der Verwaltung gelang, einen ordentlichen Haushalt aufzustellen. Für die Grundschule Marktschorgast werden von der Firma NetKom, Mainleus, fünf Laptops beschafft. Dazu gewährt der Freistaat eine Fördersumme von 2436 Euro. Auf Zustimmung stießen auch die Anschaffungen zur digitalen Ausstattung der Klassenzimmer. Der Auftrag dafür ging ebenfalls an die Mainleuser Firma NetKom mit geschätzten Kosten von 5000 Euro.

Dank sagte Bürgermeister Benker allen Beteiligten für die Unterstützung und Umsetzung des Ferienprogramms. Die elf lokalen Veranstaltungen wurden von 116 Teilnehmern besucht.