"Am Markt lernt man die Leute kennen." Nach diesem Motto dürfte die Freude der Bevölkerung in und um Marktzeuln groß sein. Denn: Ab Juli ist es laut Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech (UBMz) geplant, wieder den monatlichen Markt abzuhalten. Natürlich nur, wenn die Corona-Pandemie sich nicht verschlimmert. Verschoben auf das Frühjahr 2021 werden hingegen die Theateraufführung des "Sommernachtstraumes" sowie die Feierlichkeit zum 950-jährigen Bestehen des historischen Dorfes "Marktzeuln leuchtet". Das wurde in der Sitzung des Marktgemeinderates am Montagabend in der TSV-Turnhalle bekannt.

Außerdem sprach Gemeinderätin Jutta Stark (UBMz) die geplante Beleuchtung in der Bayernstraße an. Laut dem Gemeindeoberhaupt wurde der Auftrag vergeben, und man müsse nachhaken, wann die Arbeiten beginnen sollen. Im Rahmen einer Besprechung mit dem Abwasserzweckverband Marktzeuln-Michelau solle geklärt werden, ob bei einer Wasserleitungserneuerung auch die Leitungen fürs Abwasser überpüft werden sollen. Erwin Grünbeck (CSU) fragte nach, warum es so lange dauere, bis die Sitzungsprotokolle des Gemeinderats für die Bürger im Internet ersichtlich seien. Bürgermeister Friedlein-Zech sprach davon, dass momentan über eine digitale Erneuerung nachgedacht werde. Außerdem würden die Zugriffe der Bürger auf die gemeindliche Homepage nur in geringem Umfang stattfinden.

Luthard regt Mähen an

Mit einem anderen Anliegen trat Stefan Luthard (CSU) an den Gemeinderat heran: "Von der Straße Schöne-Aussicht bis zum Kulbitzfelsen wäre es schön, wenn wieder mal gemäht werden würde und hereinhängende Äste gekürzt werden." Außerdem ging es erneut ausführlich um die Aufstellung des Bebauungsplanes Sondergebiet "Regenerative Energien II". Christine Bardin vom Büro König und Kühnel in Weitramsdorf stellte dem Marktgemeinderat die von den Trägern öffentlicher Belange eingereichten Stellungnahmen und die ausgearbeiteten Beschlussvorschläge vor. Anregungen wären vom Wasserwirtschaftsamt Kronach, dem Landratsamt Lichtenfels und dem Bund Naturschutz Bayern, Arbeitskreis Lichtenfels, eingegangen. Durch die Rammpfahle, welche bis 1,90 Meter in den Boden gerammt würden, gäbe es keine Erhöhung des Sickwasseranfalles. Laut Bardin wären keine naturschutzrechtlichen Ausgleiche nötig, da es sich um eine Brach- und Altlastenfläche handele. Trotzdem wolle man eine Ausgleichsfläche von 2800 Quadratmetern schaffen, um dem Umwelt- und Naturschutz gerecht zu werden. So werde eine freiwachsende Hecke und im Norden ein Feldgehölz geplant. Die Kreisgruppe Lichtenfels des Bund Naturschutzes in Bayern meinte: "Lieber sind uns Photovoltaikanlagen auf dem Dach." Allerdings würden sie auch wissen, dass solche Anlagen wichtige Säulen der Energieversorgung wären.

Doch da es sich bei dem Grundstück um eine rekultivierte Bauschuttdeponie handele, die momentan brachliege, hatte die Gruppe ein Einsehen. Sie stellt nur klar: "Nehmt halt keine Ackerflächen." Es wurde festgelegt, dass keine Fundamente, die die Versiegelung des Bodens bewirken, verwendet würden. Außerdem müsse eine Konstruktion gebaut werden, die einen rückstandslosen Rückbau ermögliche. Für eine ausreichende Belüftung des Bodens sei zu sorgen, und eine extensive Bewirtschaftung ohne Pflanzenschutzmittel solle erfolgen. Eine umweltschonende Beweidung mit Tieren (insbesondere Schafe) wurde empfohlen.

Dorfladen-Bau läuft reibungslos

Zum Baufortschritt des Dorfladens in Marktzeuln äußerte sich Architekt Andreas Klerner. Momentan laufe alles reibungslos. Auch sei keine Kostenüberschreitung zu erkennen. Demnächst würden Angebote eingeholt, was die Ladeneinrichtung beträfe. Er unterbreitete dem Gemeinderat Vorschläge, was Fenster, Ziegeln, Beleuchtung, Geländer und den Bodenbelag betraf. Die Optik des Daches bleibe nach außen hin bestehen. Bürgermeister Friedlein-Zech erklärte, dass es sich nur um Vorschläge handele. Darüber würde zu gegebener Zeit entschieden. Man hoffe zudem, dass das Gebäude bis zum Ende des Jahres winterfest sei. Die Fertigstellung solle im Jahr 2021 erfolgen. Erwin Grünbeck (CSU) wollte wissen, ob man für den Gewölbekeller auch Pläne habe. Klerner meinte, dass dafür baulich nichts vorgesehen sei. Der Keller solle nur als Lager dienen.

Stfiftungsratsmitglieder benannt

Bis 2026 wurden Gregor Friedlein-Zech, Elisabeth Zipfel, Pfarrer im Ruhestand Wolfgang Scherbel, Josef Stark und Hans-Georg Rebhan als Stiftungsratsmitglieder der "Stiftung unser Marktzeuln" benannt.