Zum im FT vom 17. Januar erschienen Bericht über Stallgespräche des Bauernverbandes in Stöcken erreichte uns folgender Leserbief: Fast alle Aussagen und Forderungen dieses Berichts kann ich unterstützen. Besonders die Ängste der Landwirte im Zusammenhang mit dem geplanten Handelsabkommen der EU mit den "Mercosur-Staaten" sind berechtigt. Schon oft musste die deutsche Landwirtschaft Nahrungsmittelimporte hinnehmen, nur damit unsere Industrie weiterhin fleißig und ohne Zölle und andere Handelshindernisse ins Ausland exportieren kann. Bei dem Punkt "Flächenverbrauch" möchte ich aber den Bauernverband und alle Landwirte bitten, in Zukunft doch den wirklichen Flächenverbrauch, nämlich den ursächlichen Flächenverbrauch, der durch immer neue Siedlungs- und Gewerbegebiete im Außenbereich sowie durch den Bau neuer Verkehrswege zustande kommt, zu benennen. In dem oben genannten Bericht wurde lediglich der Verbrauch für FFH-Vogelschutz- und Wasserschutzgebiete angesprochen. Allerdings ist auf den FFH-Vogelschutz- und Wasserschutzgebieten weiterhin eine angepasste Landwirtschaft durchaus möglich, die den vorhandenen ökologischen Zustand nicht verschlechtert. Bei dem für Siedlungs- und Gewerbegebiete sowie für Verkehrswege verbrauchten Land ist jedoch eine Landwirtschaft nicht mehr möglich.

Ludwig Wendler

Ebensfeld