Haßfurt — Wolfgang Kunzmann (Zeil) heißt der neue Kreisvorsitzende der Senioren-Union Haßberge. Er tritt die Nachfolge von Monika Weinbeer (Rauhenebrach) an, die zwölf Jahre mit Erfolg die Arbeitsgemeinschaft der CSU geführt und dabei die Mitgliederzahl von 23 auf über 100 gesteigert hat.
Bei ihrem Rückblick während der Jahresversammlung im Hotel Goger in Augsfeld erinnerte Weinbeer an die Aufgaben und Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft, die Ansprechpartner für ältere Bürger sein soll. Durch viele Angebote sei es gelungen, immer mehr Männer und Frauen zu begeistern und das Programm zu erweitern.
CSU-Kreisvorsitzender Steffen Vogel nannte die Senioren-Union Haßberge eine dynamische Arbeitsgemeinschaft, die ihre Mitgliederzahl enorm gesteigert habe. Dies sei nicht zuletzt durch das große Engagement und ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm erreicht worden. Auch der politische Einfluss sei groß, denn in den Reihen der Senioren-Union seien fünf Kreisräte.
Günther Geiling, der Vorsitzende der CSU-Kreistagsfraktion, stellte die Bedeutung der Senioren in der Gesellschaft heraus. Die Älteren in der Partei sollten ihre politischen Anliegen zum Ausdruck bringen, sagte er.
Bei den Neuwahlen wurde Wolfgang Kunzmann zum neuen Kreisvorsitzenden berufen, nachdem Monika Weinbeer nicht mehr kandidiert hatte. Auch bei den Stellvertretern gab es neue Gesichter mit Hedi Kraft, Ebelsbach, Irmgard Ruhhammer, Ebern, Kilian Markfelder, Untersteinbach, und Theo Diem, Mechenried. Schatzmeisterin ist Herta Schneider, Sylbach, und der Schriftführer Helmut Kistner, Untersteinbach.
Als Beisitzer wurden gewählt: Anneliese Zapf, Rentweinsdorf, Günter Birkl, Haßfurt, Josef Schmitt, Zeil, Gregor Volk, Wonfurt, Irene Kernwein, Zeil, Marianne Wittig, Zeil, und Johann Zapf, Rentweinsdorf. Als Kassenprüfer wurden Günter Gräf, Untersteinbach, und Joseph Borschert, Rentweinsdorf, bestimmt.
Der neue Kreisvorsitzende würdigte seine Vorgängerin Monika Weinbeer, den bisherigen Stellvertreter Julian Roth sowie Schatzmeisterin Anneliese Zapf. Natürlich wolle die neue Kreisvorstandschaft versuchen, den bisherigen Elan aufzunehmen versprach er.

Zur medizinischen Situation

Über die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum sprach Kreisrat Dr. Peter Jung, der auch der Kreisvorsitzende des gesundheitspolitischen Arbeitskreises (GPA) und Obmann des Notarztdienstes ist. Bei den Versorgungsräumen für Hausärzte sei der Landkreis Haßberge in einen südlichen und einen nördlichen Bereich geteilt. Im Norden habe der Kreis sogar eine Überversorgung mit drei Sitzen zu viel, während er im Süden drei bis vier Sitze zu wenig habe.

Mängel im System

In Bayern kämen im Schnitt auf einen Hausarzt 1671 Einwohner. Dabei wies er darauf hin, dass die Kassenärztliche Vereinigung bei der Besetzung nur auf den Bereich abziele, aber nicht darauf, an welchem Ort sich Ärzte niederließen. So habe es in Zeil einmal vier Arztsitze gegeben, während jetzt nur noch einer mit einem zusätzlichen Assistenzarzt vorhanden sei. Dafür gebe es in Eltmann sieben.
Jung meinte, dass auf vielen Feldern die Rahmenbedingungen nicht mehr stimmten und man überreguliert sei. Auch die Haftung für alle ärztlich veranlassten Leistungen sei ein Problem. Darüber hinaus träten immer mehr Kliniken in die ambulante Versorgung ein; es entstehe eine Konkurrenz durch fremdfinanzierte kommunale medizinische Versorgungszentren. gg