Bernhard Panzer In diesem Jahr wollte die Musikinitiative Herzogenaurach (MIH) ihr 25. Jubiläum feiern. Und weil ein Geburtstag allein etwas wenig ist, gibt es heuer noch gleich einen zweiten: Zehn Jahre Musicbase-Festival. Umso ärgerlicher ist es, dass die Corona-Krise all den Planungen einen Strich durch die Rechnung machte. In einem Schreiben an die Mitglieder formulierte der Vorstand jüngst: "Sehr schmerzhaft für uns ist, dass wir unser 25-jähriges Vereinsjubiläum und unser 10-jähriges Musicbase-Jubiläum somit erst in 2021 gemeinsam feiern können!"

Selbst wenn sich demnächst manches normalisieren sollte, werde es nicht möglich oder vertretbar sein, verschiedene Feste oder Festivals mit mehreren hundert oder tausend Besuchern aus aller Welt zu veranstalten, geschweige denn, dafür eine behördliche Genehmigung zu bekommen. Die Vorbereitungen für das Altstadtfest und das Musicbase Festival waren bereits abgeschlossen. Und für die erste Sommerkirchweih auf dem Rockkeller waren die Planungen bereits angelaufen und nach Ankündigung des neuen Pächters bereits erste konkrete Pläne angestoßen, heißt es in dem Schreiben. Und weiter: "Uns wäre somit keine Planungszeit davongelaufen. Nun sitzen wir im Lockdown und müssen vieles wieder rückgängig machen."

Eine Verschiebung der Jubiläen um ein paar Monate ist für die MIH keine Option, da bis Ende August Veranstaltungen untersagt sind. Wie es danach weitergeht, könne aktuell niemand vorhersagen. Ein Festival innerhalb weniger Wochen unter den aktuellen Umständen zu planen, wird als unrealistisch angesehen. Deshalb wird erst 2021 Jubiläum gefeiert. Immerhin soll die "Soundcheck" Reihe im Herbst wiederbelebt werden.