Nach der 2:4 (0:1)-Heimniederlage gegen den SV Memmelsdorf blieb für die Fußballer des TSV Karlburg (12.) die Erkenntnis, dass es für sie noch hätte schlimm...
Nach der 2:4 (0:1)-Heimniederlage gegen den SV Memmelsdorf blieb für die Fußballer des TSV Karlburg (12.) die Erkenntnis, dass es für sie noch hätte schlimmer kommen können. Die Karlburger haben zwei Spieltage vor Rundenschluss immer noch ein kleines Polster auf den Relegationsplatz 14, die Memmelsdorfer Mannschaft um Trainer Rolf Vitzthum dagegen kann als Tabellensechster das Saisonfinale entspannt angehen.
"Ärgerlich" fand TSV-Stürmer Szymon Dynia das Ganze. Nicht nur, weil sein Team verloren hatte, sondern weil die Karlburger Niederlage aus seiner Sicht durchaus vermeidbar gewesen wäre. Vor allem über die erste Hälfte ärgerten sich die Gastgeber, als beide Teams sich in der Frühlingssonne einen wenig inspirierten Kick lieferten. Immerhin hatte der Gast aus Oberfranken einen Standardspezialisten dabei. Thomas Kamm versenkte nach 18 Minuten einen Freistoß im Karlburger Tor - direkt im Torwarteck des Karlburger TSV-Schlussmannes René Kohlhepp.
Drei Gegentreffer nach Kontern
"Wir sind zu spät aufgewacht", befand TSV-Trainer Stefan Rudolph. Immerhin agierten seine Spieler nach dem Wechsel aggressiver als zuvor, eroberten zahlreiche Bälle und zeigten eine andere Körpersprache als noch in der ersten Hälfte. Doch just nach einer Offensivaktion fing sich der TSV das 0:2 ein. Steffen Lehofer ging im Zweikampf mit einem Memmelsdorfer Verteidiger zu Boden, Referee Marcel Neuse ließ weiterspielen - und SV-Akteur Markus Beiersdorfer traf im direkt folgenden Konter. Nun warf Karlburg alles nach vorne, wollte mit dem Mute der Verzweiflung die Wende erzwingen. Mehrmals klärten Gästeverteidiger gegen durchgebrochene TSV-Spieler mit (allerdings fairen) Tacklings in allerletzter Sekunde. Auf der anderen Seite hatte Memmelsdorf riesige Räume zum Kontern, wobei Keeper Kohlhepp bei schnellen Gegenangriffen einen höheren Rückstand verhinderte.
Als Szymon Dynia zehn Minuten vor Schluss aus kurzer Distanz zum 1:2 verkürzte, kam noch einmal Hoffnung bei den Gastgebern auf. Doch nur zwei Minuten später stellte Markus Beiersdorfer mit einem neuerlichen Konter den alten Abstand wieder her. Der eingewechselte Dominik Bathon verkürzte aus spitzem Winkel auf 2:3 (85.). Doch in der Nachspielzeit wurde der Gastgeber erneut ausgekontert, Philipp Hörnes stellte den 2:4-Endstand her.
red